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Sprüche, Gedichte, Zitate

Der Kampf mit dem Drachen

Was rennt das Volk, was wälzt sich dort Die langen Gassen brausend fort? Stürzt Rhodus unter Feuers Flammen? Es rottet sich im Sturm zusammen, Und einen Ritter, hoch zu Roß, Gewahr ich aus dem Menschentroß, Und hinter ihm, welch Abenteuer! Bringt man geschleppt ein Ungeheuer, Ein Drache scheint es von Gestalt, Mit weitem Krokodilesrachen, Und

Der Vulkan

Ja, die Zeichen sind alle erfüllet, Als sich der Himmel so dunkel umhüllet, Sonne auf blutenden Gleisen entstieg. Wie die häuslichen Tiere sich bargen, Ha, da schauderte allen vorm Argen, Ahnend der Unteiwelt nahenden Sieg.

Der Ungeliebte | Gedicht von August von Platen

Fänd ich doch auf irdscher Flur,Fänd ich doch die Liebe nur,Die ich liebend denke,Daß in sie der irre GeistDer sich wild durch Welten reißt,Liebevoll versänke.Oder nur ein teures Bild,Das aus Himmelshöhen mildMir sich nieder neigte,Auf den Pfad, von ihm erhellt,Aufwärts aus der dunklen WeltMeinen Flug mir zeigte! August von Platen

Menschenliebe im Sinne Jesu (Gedicht von August Hermann Niemeyer)

Menschenfreund, nach deinem BildeBilde sich gein ganzer Sinn!Deine Sanftmuth, deine MildeSey mein köstlichster Gewinn!Unwerth wär ich, dich zu kennen,Liebt‘ ich nicht, wie du geliebt,Unwerth, mich nach dir zu nennen,Würd‘ ein Mensch durch mich betrübt. Jesu, wo du liebend nahtest,Folgte Wohlthun deiner Spur;Wo du segnend Gutes thatest,In die Hütte, auf die Flur,Zu dem Lager kranker Brüder,Wo