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Sprüche, Gedichte, Zitate

Ja und Nein „Ja“ sagte das Ja zum Nein „Nein“, sagte das Nein zum Ja sie verkeilten sich ineinander und fraßen des Anderen Bein Die Folgen waren verheerend, denn so entstand das allesverschlingende „Jein“ (Joerg Wienhoewer)

Ja und Nein„Ja“ sagte das Ja zum Nein„Nein“, sagte das Nein zum Jasie verkeilten sich ineinanderund fraßen des Anderen BeinDie Folgen waren verheerend,denn so entstand das allesverschlingende „Jein“ Jörg Wienhöwer

Neujahrswunsch

Das alte Jahr langsam verrinnt,das neue Jahr schon bald beginnt.„Was wird es bringen ?“ Man sich fragtund auch Vergangenes beklagt. Mancher Wunsch wurde überdreht,deshalb etwas enttäuscht dasteht.Nur das Erfolgreiche jetzt zählt,ein bisschen Bescheidenheit fehlt. Dass man gesund geblieben ist,recht wenig Bedeutung beimisst.Sich hierüber kaum freuen kann,sieht es als selbstverständlich an. Werner Siepler Doch die Gesundheit

Lebenslust

Oh, wie kann man sich von dieser großartigen Welt trennen,Die immer schöner wird, je mehr Zeit vergeht?O wie trennt man sich von Freunden, die für immer gebunden sindMit der Erde und mit dem Himmel zu kämpfen? Werde nicht wie der Tau bei Tagesanbruch,Scheine wie die Sonne, o Herz, am neuen Morgen!Wie soll ich mich von

Mehr als alle anderen

Ich kann nicht der stärkste Mann der Welt sein,noch will ich das sein.Ich will nicht, dass jemand Angst vor mir hat. Ich kann nicht der reichste Mann der Welt sein,noch will ich das sein.Für mich ist der größte Reichtum auf der Welt,ist ein kleines Zelt mit einem lächelnden Gesicht und lachenden Augen, mit einer offenen

Kinder und Briefe

Die größten Augen der WeltGehören den Blumen und den Kindern. Am unverständlichsten für Erwachsene sind die Worte,die Kinder den Blumen zuflüstern,Und Blumen zu Kindern. Für Kinder,ist ein Spiegel ein wunderbarer Teller voll Wasser,Alles ist lebendig,Alles ist für Kinder lesbar Denn ihre Herzen sind großwie ihre Augen,Kinder schreibenDen Namen von allemIn großen Buchstaben. Während ihre Finger,

Ich mache Blumen aus Menschen

Ich möchte an den Menschen riechen wie an einer Blume,aus Menschen Blumen machen.Aber sie wollen sich nicht in Blumen verwandelnAlso mache ich Menschen aus Blumen.Die Menschen sagen, dass kein Mensch aus einer Blume geschaffen werden kann,Gott hat die Menschen aus Lehm gemachtDu solltest sie auch aus Lehm machen.Ich mache Menschen aus Lehm,ich rezitiere Gedichte undschreibe

Volkssport für Snobs

Ein reicher Snob will Sport betreiben,um körperlich recht fit zu bleiben,drum stellt er Überlegungen an,welchen Sport sein Körper leisten kann. So sollen Übungen nicht quälenund der Spaßfaktor darf nicht fehlen.Sport ist für ihn auch Mittel zum Zweck,im zähen Kampf gegen zu viel Speck. Nun sucht der Snob ganz cool und gefasst,nach der Sportart, die gut

Ich bin nicht in Eile (1954)

Hey Freunde, lasst uns einen Drink nehmen!Der Himmel ist voll von Sternen, das Wetter ist kühl.Ich habe nicht gesagt, dass wir uns betrinken sollen.Lasst uns wärmen uns aufIn der kuscheligen Umarmung von ErinnerungenLass die Nacht länger dauern, damit der Morgen spät kommt,Lass die Freunde nicht einschlafenDie sich mit meinem Gerede langweilen würdenIch habe noch so

Beuge dich nicht!

O Leben! Manchmal ist es mit Dreck und Schlamm besudelt,Doch sieh, des Lebens Bühne kennt tausend VorhängeWenn du, junger Mann, in schweren Zeiten verletzt wirst,dann segne die Männlichkeit, die in dir wächst. O Zeit! Sie mag erbarmungslos sein, oder traurig,Und nun erschüttert sie brutal die Erde.Wenn die Zeit vorhat, dich zu vernichten, mein Junge,Geh kühn

Herbststurm | Gedicht von Manfred Vogt

Sieh, wie im Sturm die Äste sich verbiegen,die Blätter, wie sie fliegen, fliegen.Und fallen dann, oh Graus,wie sieht denn bloß der Garten aus. Rasen, Beete, alles dick bedeckt,wie bekommt man das nur alles weg.Da hilft nur eins, nicht lange warten,Laubbesen, und dann harken, harken. Und hat man endlich es geschafft,ist glücklich und zufrieden,geht plötzlich es

Die Krone der Schöpfung (Gedicht von Olaf Lüken)

Die Krone der Schöpfung Ein Kleriker vor Leuten spricht –Besingt die Welt in Moll und Dur:„Der Mensch, er ist ein großes LichtUnd Vorbild göttlicher Natur.“ Was folgt, weiß jeder Insider:„Wer dem Klerus Glauben schenktDas menschliche Natur – leider !Mehr Irres als Gescheites denkt. (c) Olaf Lüken (Dezember 2020) Nach Gottfried Benn: „Die Kroneder Schöpfung, das