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    Kategorie: Gedichte kurz


    Kurze Gedichte, Reime, Gedicht, Reim kurz.



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    Die älteste Form der Literatur stellen unter anderem Gedichte dar, zu den ältesten gehören auch Heldensagen, Kinderlieder und Märchen, die oft auch Reime enthalten. Früher wurden Gedichte gesungen und mündlich weiter getragen, was deren Rhythmus beweist. Gedichte gab es schon bevor die Menschen die Schrift entwickelten. Geschichten wurden sehr oft in Gedichtform vorgetragen, da die Menschen bemerkten, das sie in einer gesungenen rhythmischen Form besser im Gedächtnis behalten werden konnten. So entstanden Gedichte.
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    Zauberblume

    Ich ging unstet auf ausgetretnen Wegen,
    und konnte dich doch nirgendwo erspähen.
    Nun, da sich Schleier auf die Tage legen,
    fand ich verblüht dich bei der Quelle stehen.

    Peter Schuhmann

    Aura

    Des Zufalls Blume, ungepflückt,
    hat im Erinnern dich verzückt.
    Und lange noch, in einem Wittern,
    ließ dich ein jäher Hauch erzittern.

    Peter Schuhmann

    Lange Rede, kurzer Sinn. Ich bin auf der Arbeit, der Tag ist dahin.

    Lange Rede, kurzer Sinn.
    Ich bin auf der Arbeit,
    der Tag ist dahin.

    Du klagst mir deine Blässe, Kind?

    Du klagst mir deine Blässe, Kind?
    Hat deiner Wangen Paar der Farbe so vonnöten,
    So sprich: Ich liebe dich! – dann werden sie erröten,
    Dann werden Rosen stehn, wo jetzo Lilien sind.

    Nikolaus Götz

    Eine Blüt‘ im Lenz …

    Eine Blüt‘ im Lenz,
    Dann welkes Laub;
    Ein pochend Herz,
    Dann ein bißchen Staub.

    Peter Cornelius

    Nimmer wird’s gelingen

    Nimmer wird’s gelingen,
    Zucht mit Ruten zu erzwingen:
    Wer zu Ehren kommen mag,
    dem gilt Wort soviel als Schlag.

    Walther von der Vogelweide

    In die Ferne möcht ich ziehen, …

    In die Ferne möcht ich ziehen,
    Weit von meiner Heimat hier,
    Wo die Bergesspitzen glühen,
    Wo die fremden Blumen blühen,
    Blühte neue Wonne mir.

    Max von Schenkendorf

    Liebe, ach, du gehst vorbei

    Liebe, ach, du gehst vorbei
    Schneller als ein Sturm im Mai,
    Bleibst kein treuer Gast!
    Ach, mein Lieb ist lange fort,
    Und mein Kränzlein ist verdorrt
    An dem grünen Ast!

    Wilhelm Hertz

    Platzhalter

    Dies Gedichtlein spart an allem.
    Spart an Handlung wie am Wort.
    Stünde es hier nicht zu lesen,
    Sparte es sogar am Ort.

    Peter Schuhmann

    Drei Siebe

    Was Du zu sagen hast,
    Frag, ob’s die Wahrheit stütze,
    Dann, ob’s den Nächsten schütze
    Und schließlich, ob es nütze.
    Kannst eins du nicht bezeugen,
    Dann hülle dich in Schweigen.

    Peter Schuhmann

    Luft

    Wie geht es? Gut!
    Und selber? Auch!
    Spricht man und bleibt
    sich Schall und Rauch.

    Peter Schuhmann

    Null

    Sie denkt im Grund gering von sich,
    Kreist stets um eine innre Leere.
    Und wünscht sich einzig nur dass der,
    Dem sie an Wert verleiht, sie ehre.

    Peter Schuhmann

    Erhöht

    Siehst du die Kreuze dort im Tal?
    Sie tragen Nam‘ und Jahreszahl.
    Einsam das Kreuz auf Berges Spitze,
    Trägt schwer am Mal der Feuerblitze.

    Peter Schuhmann

    Wohnungsinschrift

    Wer über diese Schwelle tritt,
    Der bringe Güte und Frohsinn mit!
    Kommt einer sorgenbeschwert herfür:
    Der Staubabtreter steht vor der Tür!

    Klabund

    Von der Freude

    „Sage“, sprach ich, „holde Freude,
    Sage doch, was fliehst du so?
    Hat man dich, so fliehst du wieder!
    Niemals wird man deiner froh.“

    „Danke“, sprach sie, „dem Verhängnis!
    Alle Götter lieben mich;
    Wenn ich ohne Flügel wäre,
    Sie behielten mich für sich.“

    Nikolaus Götz

    Fort

    Die Tage der Erinn’rung wogen Steinen,
    vom Zeitenstrom gerundet und gekühlt.
    Doch als du kamst, auf ihnen aufzubauen,
    da hatte sie das Wasser fortgespült.

    Peter Schuhmann




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