Sonne willst du untergehen O so schicke erst die Sterne Daß die Nacht mich nicht bezwinge Wenn ich ihr die Botschaft bringe Wiedersehen, Wiedersehen Ist nicht ferne.
Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Wohl in gerechtem Zorn, Und sprach zum blinden Triebe: Verzeih! heut kriegst du Hiebe Ganz recht mit einem Dorn.
Nachtigall, ich hör dich singen ’s Herz im Leib möcht mir zerspringen, Komme doch und sag mir bald, Wie sich alles hier verhalt’. Nachtigall, ich seh dich laufen,
Die Liebe fing mich ein mit ihren Netzen, Und Hoffnung bietet mir die Freiheit an; Ich binde mich den heiligen Gesetzen, Und alle Pflicht erscheint ein leerer Wahn.
Komm heraus, komm heraus, o du schöne, schöne Braut, Deine guten Tage sind nun alle, alle aus. Dein Schleierlein weht so feucht und tränenschwer, Oh, wie weinet die schöne Braut so sehr! Mußt die Mägdlein lassen stehn, Mußt nun zu den Frauen gehn.
Jesuskind, du Licht der BlindenMache mich doch einmal blindDaß ich dir, wie mir dies Kind,Auf dem Pfad mich mög verbindenWo du mich auch hin willst führen Denn mein armes eignes LichtKann auch selbst beim Licht noch nichtDich das wahre Licht recht spürenO wie töricht, töricht istDer nicht in allem ohne AusnahmFolget dir zu jeder Frist.