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Sprüche, Gedichte, Zitate

Die Bergrose

Die Bergrose Hier, in luftiger Höhe, eine wilde Rose blüht, ich hab sie von Ferne gesehen und bin voll Sehnsucht erglüht. Zu ihr über Felsen und Klüfte, ein kühner Kletterer klimmt. Ich sah ihn aus fernster Nähe*, sein Auge in Tränen schwimmt. Er will sie fassen und pflücken, da greift ins Leere sein Fuß. Er

Regen ein Gedicht von Olaf Lüken

Regen Starr stehe ich. Mitten im Regen, Stromfluten auf Straßen und Wegen. Der Regen prasselt. Ärgerlich. Ich kann kaum atmen. Fürchterlich. Wasser fließt über’s ganze Gesicht. Es flimmert. Ich sehe kein Tageslicht. Aus dem Wasser steigt das Leben. Dünste erreichen Himmelshöhn. Gewitter leuchten, welch ein Segen. Es schüttet und schwallt, hör auch Gestöhn. Nass und

Frühling in der Senne

Ganz oben auf dem Birkenast, Ein Vogel den Frühling verkündet. Sein Lied klingt fröhlich und klar, Die kalte Welt ruck zuck verschwindet. Vorbei der Schnee, es wächst das Gras, Krokusse farbenreich blühen, Die ganze weite Sennewelt Lässt ihre Frühlingsblumen glühen. Ein Vogel kündigt den Frühling an, Die Welt wird heller, von Tag zu Tag. Die

Zeichen

Zeichen Eine Ähre wiegt sich im Kornfeld und trägt ihre Träume an den Rand des Waldes Eine Welle wogt über’s Meer wirft ihre Gedanken ans sichere Ufer Am Horizont steht die Sonne verströmt ihre Wärme und stärkt den Atem Auf dem Weg zwischen dir und mir verebben die Zweifel fluten die Träume (c) Olaf Lüken

Der Stein

Ich steh‘ am See und werfe schnell einen Stein, damit er hüpfe, springe und dann im Wasser unterginge. Der Stein flitzt, tanzt, wendet sich, ganz allein und zeichnet die hübschesten Wellenringe. Ich stehe am Ufer, wieder allein, sehe zu dem schönen Wasserspiele. Mein Wunsch: Ich wäre dieser Stein, der so galant gleitend auf die Fläche

Der erste Novemberschnee Sonnenstrahlen blitzen, grell, durch das schneebedeckte Holz. Eiseskälte überall. Schlitten, Skier, Kinderstolz. (c) Olaf Lüken

Der erste Novemberschnee Sonnenstrahlen blitzen, grell, durch das schneebedeckte Holz. Eiseskälte überall. Schlitten, Skier, Kinderstolz. (c) Olaf Lüken Sonnenstrahlen blitzen, grell, durch das schneebedeckte Holz. Eiseskälte überall. Schlitten, Skier, Kinderstolz. (c) Olaf Lüken (Oktober 2020)

Herbstende

Wo ist die Nachtigall ? Der Garten schweigt. Wo geschah der Sündenfall ? Wer hat’s vergeigt ? Die Welt ist leer. Der Sommer flieht. Mürrisch wütet das Meer, es will kein Abschiedslied. Der Herbst macht die Wolken schwer. Bald schneit Schnee mich ein. Ich bin – wie die Welt – gedankenleer. Der Winter ruft: „Komm‘

Man glaubt es kaum Hundert Jahre braucht ein Baum, für den eig’nen Lebensraum. Frech wird er vom Pilz verlacht, weil der wächst in einer Nacht. (c) Olaf Lüken (01.10.2020)

Man glaubt es kaum Hundert Jahre braucht ein Baum, für den eig’nen Lebensraum. Frech wird er vom Pilz verlacht, weil der wächst in einer Nacht. (c) Olaf Lüken (01.10.2020)

Der Weingarten

Weinlaubglanz künden an die Herbsttage. Die Rebe perlt fruchtig in fester Hülle. Im Weinberg füllen Trauben die Trage. Der Winzer keltert in göttlicher Stille. Tropfen für friedvolle Freudentage. (c) Olaf Lüken (06.09.2020)