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    Eis



    Sprüche, schöne Gedichte, kurze Zitate, Weisheiten rund um Eis. Lustige & traurige Texte Eiszitate, Eisgedichte, Weisheit, Lebensweisheiten und Sprichwörter, Eiseskälte Zitat, Gedicht kurz, Text ums Eisige.


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    Das blinde Kind

    Es sitzt das Mädchen trüb im Leid,
    Es tastet an dem Schmuck die Hand,
    Sie streift das lichte Feierkleid,
    Des Farbenschein ihr unbekannt;
    Des Lichtes Quell ist ihr verstopft,
    Ihr Aug‘ kennt keiner Farbe Wahl,
    Es kennt nur Lust, die leise tropft,
    Kennt nur des Schmerzes wilden Schwall.

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    Durch Bewegung überwindet man Kälte

    Durch Bewegung überwindet man Kälte.
    Durch Stillhalten überwindet man Hitze.
    Der Weise vermag es, durch seine Reinheit und Ruhe
    alle Dinge der Welt ins Gleichmaß zu bringen.

    Laotse

    Gedanken auf Eis

    Wer seine Gedanken nicht auf Eis zu legen versteht,
    der soll sich nicht in die Hitze des Streits begeben.

    Autor unbekannt

    Gedanken nicht auf Eis

    Wer seine Gedanken nicht auf Eis zu legen versteht,
    der soll sich nicht in die Hitze des Streits begeben.

    Autor unbekannt

    Abschied von der Klosterkammer

    Leb wohl, du stille klösterliche Kammer,
    Wo, schwelgend in der Jugend Lust und Jammer,
    Der Rose gleich in schwüler Mainacht Schoß,
    Mein Jünglingsherz den Blütenkelch erschloss.

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    Wulfhild und Waldtraut

    Die schlanke Bode fließt im Thale
    Um manchen Berg und Felsenhang,
    Macht her und hin manch liebe Male
    Umweg und krummen Wiedergang.

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    Wunsch und Erfüllung

    Kann ich nur dichten! – bleibt mir Freiheit nur
    Tagtäglich meinen Schritt in die Natur
    Nach Herzenslust zu richten;
    Kann ich nur lagern mich auf luft’gen Höhn,
    Am Leben mich des reichen Tals zu weiden,
    Mich an belebten Strömen nur ergehn,
    So werd‘ ich keinem seinen Stand beneiden.

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    Schneestille

    Heilige, süße Stille
    Schwebt über Berg und Tal;
    Unter weißer Friedenshülle
    Schläft leise das große All.

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    Auf ewig! armes Wort im Menschenmunde | Gedicht von Heinrich Seidel

    Ich weiss ein Grab, vergessen und allein –
    Aus alter Zeit ist es zurückgeblieben –
    Verwittert – moosbedeckt der schwere Stein.

    Und eine Schrift ist in den Stein getrieben:
    „Auf ewig ist dies Grab erkauft, und nimmer
    Darf man es öffnen!“ also stehts geschrieben.

    Ich fand es jüngst, als ich im Abendschimmer
    Einherging träumend in der Stille dort,
    Nachsinnend dem vergänglich eitlen Flimmer.

    Der du da ruhst an dem vergessnen Ort,
    Muss noch dein Stein von deiner Thorheit sagen?
    Was dachtest du bei dem vermessnen Wort?

    Du wusstest doch, dass, wo nun Bäume ragen,
    Einst Göttertempel schimmernd sind gestanden,
    Bis sie ein Gottesblitz in Staub zerschlagen.

    Gewaltge Städte, die in weiten Landen
    Mit Ruhm geherrscht – sie sind dahingeschieden –
    Es weiden Herden dort, wo sie verschwanden

    Und die geruht in mächtgen Pyramiden,
    In Sarkophagen, jene Königsleichen,
    Wo sind sie hin?! Sie sind zerstreut hienieden.

    Du dachtest wohl, dich würd es nicht erreichen,
    Und hast dein „Ewig“ auf den Stein geschrieben,
    Doch einem Samenkorne musst es weichen!

    Ein Samenkorn, einst dort zurückgeblieben
    Hat zwischen Stein und Sockel leise nieder
    Die Wurzeln in das feuchte Land getrieben.

    Es wuchs empor und wiegte sein Gefieder,
    Sein Blätterwerk, in den durchsonnten Lüften
    Es wuchs – und Frühling kam auf Frühling wieder.

    Und Frühling kam und ging mit seinen Düften
    Und nährt das Samenkorn zum Riesenbaume
    Vom Drang der Wurzeln muss der Stein zerklüften!

    Halb abgewälzt liegt er am Grabessaume,
    Und durch das „Ewig“ ist ein Riss gesprungen.
    So gings zu Ende mit dem kurzen Traume.

    Doch in den Zweigen hat es leis geklungen,
    Als ich dort stand in sanfter Abendstunde,
    Und flüsternd haben sie mir zugesungen:

    „Auf ewig! armes Wort im Menschenmunde!“

    Heinrich Seidel

    Vor Weihnacht – Weihnachtsgedicht / Gedicht von Karl Gerok

    Die Kindlein sitzen im Zimmer
    – Weihnachten ist nicht mehr weit –
    bei traulichem Lampenschimmer
    und jubeln: „Es schneit, es schneit!“

    Das leichte Flockengewimmel,
    es schwebt durch die dämmernde Nacht
    herunter vom hohen Himmel
    vorüber am Fenster so sacht.

    Und wo ein Flöckchen im Tanze
    den Scheiben vorüberschweift,
    da flimmert’s in silbernem Glanze,
    vom Lichte der Lampe bestreift.

    Die Kindlein sehn’s mit Frohlocken,
    sie drängen ans Fenster sich dicht,
    sie verfolgen die silbernen Flocken,
    die Mutter lächelt und spricht:

    „Wißt, Kinder, die Engelein schneidern
    im Himmel jetzt früh und spät;
    an Puppenbettchen und Kleidern
    wird auf Weihnachten genäht.

    Da fällt von Säckchen und Röckchen
    manch silberner Flitter beiseit,
    von Bettchen manch Federflöckchen;
    auf Erden sagt man: es schneit.

    Und seid ihr lieb und vernünftig,
    ist manches für euch auch bestellt;
    wer weiß, was Schönes euch künftig
    vom Tische der Engelein fällt!“

    Die Mutter spricht’s; – vor Entzücken
    den Kleinen das Herz da lacht;
    sie träumen mit seligen Blicken
    hinaus in die zaubrische Nacht.

    Karl Gerok

    Zur heiligen Weihnacht – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Adolf Kolping

    Es strebte aus der Nacht des Lebens
    Die Menschheit stets nach Glück und Licht,
    Doch suchte sie den Weg vergebens
    Jahrtausende und fand ihn nicht.

    Da ließ den Friedensgruß erschallen
    Durch Engelsmund das Christuskind,
    Es bot den wahren Frieden allen,
    Die eines guten Willens sind.

    Es nahm auf sich der Menschheit Bürde
    Und gab des reinen Herzens Glück,
    Es gab dem Weibe seine Würde,
    Dem Sklaven gab es sie zurück.

    O, lasst uns dieses Kindlein preisen,
    Das uns versöhnte mit dem Grab,
    Das uns das große Ziel der Weisen,
    Den Frieden und die Wahrheit, gab.

    Ihr Mütter, eilt im Geist zur Krippe,
    In der das Kindlein Jesu lag,
    Und betet nicht bloß mit der Lippe,
    Nein, mit dem Herzen betet nach:

    „O Jesu, segne mein Bestreben
    Für meine Kinder, dass ich sie,
    Die Du für Dich mir hast gegeben,
    Für Deinen Himmel auch erzieh´!

    Lass mich sie lehren, Dir zu dienen,
    Steh Du mir auch, Maria, bei,
    Damit ein jedes unter ihnen
    Dem Kinde Jesu ähnlich sei!“

    Heil euch, ihr Mütter, Heil am Tage
    Der Rechenschaft, wenn jede dann
    Auf ihres Richters ernste Frage
    Mit frohem Herzen sagen kann:

    „Die Kinder, Herr, die ich geboren,
    Ich führte sie zum Heil, zum Glück,
    Ich habe keines Dir verloren,
    Ich geb´ sie Dir, mein Gott, zurück!“

    Adolf Kolping

    Jagd im Winter

    Der Himmel grau, die Erde weiß,
    Die Bäume kahl, die Büsche Gereis,
    Ihr Lächeln den Fluren genommen.
    Mag zagen, wer will, mir wallet es heiß,
    Ich nenne willkommen dich, blinkendes Eis,
    Dich, starrender Winter, willkommen.

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