Einmal ist keinmal, – ich sage nein! Vor solchem Trost‘ nimm dich in acht, Er schläfert das Gewissen ein, Wenn du den Anfang schon gemacht. Johann Meyer
Du rote Rose, wie lieb‘ ich dich! Nicht bloß ob deiner Schönheit Prangen, Auch deines Duftes freu‘ ich mich; Und küß‘ ich dich, so denke ich An meiner Kinder rote Wangen. Johann Meyer
Wenn starr im Froste noch ruht der See, Noch am Fenster die Blumen von Eis, Dann blüht schon ein Blümchen aus kaltem Schnee, Grünfarbig und silberweiß.
Das Saatfeld rauscht, und goldne Ähren schwanken, Wie übers Meer die grünen Wogen zieh’n. Wer träumt denn hier, versunken in Gedanken? Laut klopft das Herz ihm in der Brust, der kranken, Und Blumen bricht er, die am Rande blüh’n.
Tierquälerei ist wie Verrat Am schönsten, was ein Herz mag laben; Wer mit dem Tier‘ kein Mitleid hat, Wird’s auch nicht mit den Menschen haben. Johann Meyer