Es dehnet weit sich eine sand’ge Brache, Nur dürft’ge Halme zittern stoßweis‘ vor dem Wind, Nur selten schwillt zu einem kleinen Bache Der Wasserstreif, der sickernd über Kiesel rinnt,
Der Alte spricht: Ihr werten Kollegen, ihr lasset’s nicht sein, Trotz aller satirischen Hiebe, Alljährlich zu singen den Lenz und den Wein Und drittlings die wonnige Liebe;
Du willst’s, so sei der Schwur erneuert, Vergessen sei, was uns entzweit, Zu höchst und aber höchst beteuert Sei unsrer Liebe Innigkeit! Doch was vom sichern Port gesteuert Uns einst in hohe See voll Leid, – Das war die Zeit, mein Kind, die Zeit!
O, kannst du nicht in deinem Herzen Der Jugend frohe Glut bewahren? Vermagst du es nicht auszumerzen, Was dir gekommen mit den Jahren? Dereinstens hast du all dein Streben In Zeiten bittrer, herber Not Der heil’gen Kunst anheimgegeben, Was ringst du jetzt nach Lob und Brot?
Was ist es mit dem Leben doch für ’ne arge Not, musst leiden und musst sterben zuletzt den bittren Tod. Drum lass uns hier in Freundschaft einander echt verstehn die kurze Strecke Weges, die wir zusammen gehn! Ludwig Anzengruber
So stumm und reglos ruhen Berg und Thal In vollem Mondenlicht, Fern in den Lüften webet leiser Hall; Die Stille unterbricht Nur hurtiges Wassergerinne, Silbern schäumend; Es ist als ob die Welt Auf etwas sich besinne, Das ihr entfällt, Das unterdess‘ Sie wieder vergess‘, Weiter träumend.