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Sprüche, Gedichte, Zitate

Hochsommer

Nun glüht der Sommer in der vollsten Pracht, Sieh, wie auf dieses Rasens dichten Sammet Durch der Platanen dunkelgrüne nacht Das warme Gold der Abendsonn flammet! Und doch, und doch – auf Sommers höchster Höh Durchschauerts mich wie ein geheimes Weh, Als sagte schon des Jahres Luft Ade!

Ernte- und Herbst-Dankfest | Gedicht von Karl von Gerok

Danket dem Schöpfer und preist den Erhalter,Dessen Barmherzigkeit immer noch neu,Rühret die Harfe und spielet den Psalter,Schmecket und sehet wie freundlich er sei,Ziert die Altäre,Bringt ihm zur EhreLiebliche Opfer des Lobes herbei. Hört ihr im Chore die hallenden Glocken?Schmückt euch, ihr Bürger, zum festlichen Gang;Viele zum Hause des Herren zu locken,Weithin erschalle der herrliche Klang!Auf

Blühendes Karoffelkraut

Blühendes Kartoffelkraut, sanft vom Sommerwind umkost, immer, wenn ich dich geschaut warst du mir ein Augentrost, mit der Büsche Laubgezelt, mit der Blüte Rötlichblau hebst du wie ein Blumenfeld dich hervor aus grüer Au.

Großmutter

„Es war einmal „, so hebt sie an, und alle Kinder lauschten, im Hüttchen flammt der Kienholzspan, die Bäume draußen rauschten.

Alle Kreatur Gottes ist gut

Nach einer persischen Legende Dort in Nazareth am letzten Hause, Wo das Kleeblatt hoher Palmen raget, Wo vom dunkelblauen Sommerhimmel An der blendendweißen Gartenmauer Glühend heiß die Morgensonne brennet, Lag ein toter Hund im Staub der Straße, Sei’s, dass er im Hunger dort verdorben, Sei’s, dass er vor Alter da verendet.

Das Wasser des ewigen Lebens

Offenb. 22, 1 Und er zeigte mir einen lautern Strom des lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ging von dem Stuhl Gottes und des Lammes.

Karwoche – Gedicht von Karl von Gerok

Sei mir gegrüßt, o stille Woche,Voll Schwermut und voll Seligkeit,Wo von des Todes bittrem JocheDie Liebe sterbend uns befreit!Wie ernst, mit heilger Todesmahnung,Und doch wie gnadenreich und mild,Voll zauberischer FrühlingsahnungBetrittst du wieder mein Gefild! Noch birgt in leichten WolkenschleiernDie Frühlingssonne das Gesicht,Dass nur verstohlen, matt und bleiernIhr schwüler Strahl den Flor durchbricht;Noch feiert sie die

Sonntagmorgen – Gedicht von Karl von Gerok

Herz, mein Herz, welch sanfte LustHegst du heut in stiller Brust?Aug, mein Aug, welch‘ mildes GlückStrahlet dein verklärter Blick. Ists das holde Himmelsblau?Ists die bunte Blumenau?Ists der Vögel Morgenpsalm?Ists der Tau auf Gras und Halm? – Schön ist meines Gottes Welt,Blumenflur und Himmelszelt,Süß das Wehn der Morgenluft,Rosenglanz und Nelkenduft. Aber was mich fröhlich macht,heut ists