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Sprüche, Gedichte, Zitate

Hochsommer

Nun glüht der Sommer in der vollsten Pracht, Sieh, wie auf dieses Rasens dichten Sammet Durch der Platanen dunkelgrüne nacht Das warme Gold der Abendsonn flammet! Und doch, und doch – auf Sommers höchster Höh Durchschauerts mich wie ein geheimes Weh, Als sagte schon des Jahres Luft Ade!

Abschied von der Klosterkammer

Leb wohl, du stille klösterliche Kammer, Wo, schwelgend in der Jugend Lust und Jammer, Der Rose gleich in schwüler Mainacht Schoß, Mein Jünglingsherz den Blütenkelch erschloss.

Dir, meiner Heimat!

Dir, meiner Heimat, danke ich dies Lied. Im Harzgebirg, im Thal der wilden Bode, Im sturmgepflügten Reich des großen Wode Liegt meiner goldnen Jugend Stromgebiet. Bescheiden kam ich, der ich nichts entbehrte, Zu deiner wunderwüchsigen Natur, Du gabst mir Alles, weil ich nichts begehrte, Und wies’st mir lächelnd deines Lebens Spur.

Wunsch und Erfüllung

Kann ich nur dichten! – bleibt mir Freiheit nur Tagtäglich meinen Schritt in die Natur Nach Herzenslust zu richten; Kann ich nur lagern mich auf luft’gen Höhn, Am Leben mich des reichen Tals zu weiden, Mich an belebten Strömen nur ergehn, So werd‘ ich keinem seinen Stand beneiden.