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Sprüche, Gedichte, Zitate

Das Weihnachtsfest (Theodor Fontane)

Das WeihnachtsfestVom Himmel bis in die tiefsten Klüfte ein milder Stern herniederlacht; vom Tannenwalde steigen Düfte und kerzenhelle wird die Nacht. Mir ist das Herz so froh erschrocken, das ist die liebe Weihnachtszeit! Ich höre fernher Kirchenglocken, in märchenstiller Herrlichkeit. Ein frommer Zauber hält mich nieder, anbetend, staunend muss ich stehn, es sinkt auf meine

Weihnachtsmarkt – Gedicht / Weihnachtsgedicht – Weihnachtsmarktgedicht

Wenn Anfang Dezember, wie jedes Jahrin der Breitenstraße Weihnachtsmarkt war,dann kamen die Leute aus Stadt und Land –so war unser Weihnachtsmarkt bekannt. Von Kilians- bis Klostergasseging der Betrieb die ganze Straße.Von einem bis zum anderen Endestanden die Buden und Stände. Da gab es Nüsse und Apfelsinen,Mannabrot, Mandeln und Rosinen,Hampelmänner ohne lange Scharniere,die lauter Kunststücke vollführen…

Christbaumfeier – Gedicht von Klabund

Hupf mein MädelIm Christbaum zucken gelblich ein paar Lichter,Und an die Rampe tritt Kommis und DichterUnd stottert stockend tannendufte Worte. Man trampelt: „Bravo, Bravo“ mit den FüssenUnd prostet mit den Krügen nach dem Helden,Indem sich schon zwei weisse Fräuleins melden,Mit „Stille Nacht“ die Menge zu begrüssen.Man säuft, man schreit, man giert und man verlostDie Lebenslust

Karwoche – Gedicht von Karl von Gerok

Sei mir gegrüßt, o stille Woche,Voll Schwermut und voll Seligkeit,Wo von des Todes bittrem JocheDie Liebe sterbend uns befreit!Wie ernst, mit heilger Todesmahnung,Und doch wie gnadenreich und mild,Voll zauberischer FrühlingsahnungBetrittst du wieder mein Gefild! Noch birgt in leichten WolkenschleiernDie Frühlingssonne das Gesicht,Dass nur verstohlen, matt und bleiernIhr schwüler Strahl den Flor durchbricht;Noch feiert sie die

Der stille Garten

Mir blüht ein stiller Garten Im schattiggrünen Grund, Der Blumen da zu warten, Vergnügt mich manche Stund; Wird mir mein Haus zu enge, Der Tag zu trüb und grau: Flücht‘ ich aus dem Gedränge In seine Friedensau.

Wer feiert die fröhlichsten Ostern ?

Willkommen, o fröhlicher Ostertag! Nun klingt es wie Psalmen in Lüften, Nun lebet was welk und erstorben lag, Nun grünt es auf Gräbern und Grüften; Du Erde so sonnig, du Himmel so blau, Ihr Wölkchen so licht und ihr Winde so lau, Was lebt in der Luft und was webt auf der Au — Wer

Tempelspruch

Friede! Säuselts durch die Hallen, Friede! Friede! hörst du schallen Aus der Priester frommen Chöre. Friede schwebt um Mau’r und Thore, Alle Bäume in der Runde Flüstern: Friede jeder Stunde!