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    Kategorie: Neue Gedichte


    Kurze und auch lange Gedicht neu online gegangen



    Es war einmal die Liebe

    Es war einmal die Liebe,
    Die himmelsklare Liebe,
    Wohl in gerechtem Zorn,
    Und sprach zum blinden Triebe:
    Verzeih! heut kriegst du Hiebe
    Ganz recht mit einem Dorn.
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    Wie sind die Wangen Dir so bleich

    Wie sind die Wangen Dir so bleich,
    Wo blieb ihr Roth, schön Ellen?
    Einst blühte Dir das Glück so reich.
    Jetzt ist es todt, schön Ellen!
    Es brach ein böser Sturm herein,
    Der ließ die Ros` erblassen,
    Du solltest eines Andern sein,
    Und den Du liebst, verblassen.
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    Glück

    Glück ist gar nicht mal so selten,
    Glück wird überall beschert,
    vieles kann als Glück uns gelten,
    was das Leben uns so lehrt.
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    Das Kinderspiel

    Wir Kinder, wir schmecken
    Der Freuden recht viel,
    Wir schäkern und necken,
    Versteht sich im Spiel;
    Wir lärmen und singen
    Und rennen rundum,
    Und hüpfen und springen
    Im Grase herum.
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    Das Lied von der Moldau

    Am Grunde der Moldau wandern die Steine
    Es liegen drei Kaiser begraben in Prag.
    Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
    Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.
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    Abschiedswort an die Freunde

    Gehabt euch wohl, ihr Freunde,
    Ihr bleibt in Vaters Haus:
    Wir ziehn in fremde Lande,
    Wir ziehn wohl weit hinaus.
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    Nachtgang

    Wir gingen durch die stille milde Nacht,
    dein Arm in meinem, dein Auge in meinem.
    Der Mond goß silbernes Licht über dein Angesicht,
    wie auf Goldgrund ruhte dein schönes Haupt.
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    An den Bruder

    Und wenn ich sang von Liebeslust
    Manch frohen, frommen Sang,
    Da hab’ ich selber nicht gewußt,
    Was von der Lippe klang.
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    Die Rückkehr zu Gott

    Stimmt dankend ein in meine Lieder,
    Den Schwachen stärkt in seinen Lauf!
    Zur Schaar der Treuen kehrt‘ ich wieder,
    Ein neues Leben ging mit auf;
    Mir ist verziehn, und mit Vertraun
    Darf ich hinan zum Vater schaun.
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    Ehre sei Gott in der Höhe

    Ehre sei Gott in der Höhe! Der Herr ist geboren,
    Sündern zum Heiland vom Höchsten aus Gnaden erkoren!
    Lasset uns sein,
    Seiner Erbarmung uns freu’n!
    Ist er nicht uns auch geboren?
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    Das Spiegelbild

    Schaust du mich an aus dem Kristall
    Mit deiner Augen Nebelball,
    Kometen gleich, die im Verbleichen;
    Mit Zügen, worin wunderlich
    Zwei Seelen wie Spione sich
    Umschleichen, ja, dann flüstre ich:
    Phantom, du bist nicht meinesgleichen!
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    Abend im Walde

    Das letzte flimmernde Geleuchte
    Der Sonne auf den Wäldern ruht,
    Indes die kühle Abendfeuchte
    Silbern entsteigt des Weihers Flut.
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    Mädchenlied

    Ich lag auf weichem Pfühle
    In gaukelndem Morgentraum;
    Ein Vöglein sang von Liebe
    Auf unserm Fliederbaum.
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    Der Liebe Leiden

    Was zu allem Tun
    Mir die Lust verleidet,
    Was voll Unmut mich
    Hin und wieder treibet,
    Ach, ich weiß es nicht!
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    Der entfernten Geliebten, zum Geburtstage

    Was soll ich dir zu deinem Tage schicken,
    Von hier nach . . ., zwischen Elb’ und Heide?
    Perlen und Gold, dir Hals und Arm zu schmücken,
    Den neusten Stoff zu einem bunten Kleide,
    Gürtel, den schlanken Wuchs noch zu verschönen,
    Ein Diadem, dein goldenes Haar zu krönen?
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    An Lili

    Es wächst ein Blümlein Bescheidenheit,
    Der Mägdlein Kränzel und Ehrenkleid,
    Wer solches Blümlein sich frisch erhält,
    Dem blühet golden die ganze Welt.
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    Lockvögel

    Die Stadt fliegt aus, der Kuckuck schreit,
    Weil sie den Frühling spüren;
    Kam’rad, nun grünt die schöne Zeit
    Zum Locken und Verführen!“
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