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    Kategorie: Neue Gedichte


    Kurze und auch lange Gedicht neu online gegangen



    An den Mond

    Längst, du freundliches Nachtgestirn,
    Ist dein Geheimnis verweht.
    Erkenntnisstolz blickt der Knabe schon
    Zu dir empor,
    Denn verfallen bist du, wie alles jetzt,
    Der Wissenschaft,
    Die deine Höhen und Tiefen mißt –
    Und wer weiß, ob du nicht endlich doch noch
    Erstiegen wirst auf der Münchhausenleiter
    Der Hypothesen.
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    Klarheit

    Oft ist es mir, als säh‘ ich niedergleiten
    Die Schleier still und leise vor den Dingen;
    Mein Auge kann das weite All durchdringen
    Und blickt zurück zum Urquell aller Zeiten.
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    Was ist der Mensch?

    Was ist der Mensch? Ein Magen, zwei Arme,
    Ein kleines Hirn und ein großer Mund,
    Und eine Seele – daß Gott erbarme! –
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    Das Menschenherz

    Ein Glöckchen aus dem reinsten Erz
    Ist jedes junge Menschenherz;
    So lang‘ ihm fremd des Schicksals Hohn,
    Gibt es so süßen, vollen Ton.
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    Hinter den Häusern heult ein Hund

    Hinter den Häusern heult ein Hund.
    Denn die Schatten der Nacht sind bleich und lang;
    und des Meeres Herz ist vom Weinen wund; –
    und der Mond wühlt lüstern im Tang.
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    Des Deutschen Vaterland

    Was ist des Deutschen Vaterland?
    Ist’s Preußenland, ist’s Schwabenland?
    Ist’s, wo am Rhein die Rebe blüht?
    Ist’s, wo am Belt die Möve zieht?
    O nein! nein! nein!
    Sein Vaterland muß größer sein.
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    Der Komet

    Der Stern, der bei der Venus steht,
    schau, Mädchen, und begreif:
    Der neue Stern ist ein Komet.
    Kühn spreizt sich ihm der Schweif.
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    Neue Liebe

    Kann auch ein Mensch des andern auf der Erde
    Ganz, wie er moechte, sein?
    – In langer Nacht bedacht ich mirs, und musste sagen, nein!
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    An eine Sängerin

    Soll auf der Jungfrau Mund die begeisterte Rede verpönt sein,
    Ist euch des tiefern Gefühls volles Bekenntnis versagt:
    O wie preis ich die Sängerin drum, die, unter der Muse
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    Der Gaertner

    Auf ihrem Leibroesslein,
    So weiss wie der Schnee,
    Die schoenste Prinzessin
    Reit’t durch die Allee.
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    Wer hat´s Dir wohl verraten

    Wer hat´s Dir wohl verraten,
    Du liebe Nordsee mein,
    Dass ich mit Leib und Seele,
    So ganz und gar bin dein?…
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    Auf der Reise

    Zwischen süßem Schmerz,
    Zwischen dumpfem Wohlbehagen
    Sitz ich nächtlich in dem Reisewagen,
    Lasse mich so weit von dir, mein Herz,
    Weit und immer weiter tragen.
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    Beschränkung

    Kannst du das Schönste nicht erringen,
    so mag das Gute dir gelingen.
    Ist nicht der große Garten dein,
    wird doch ein Blümchen für dich sein.
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    Die Macht der Musik

    An einem Maitag, weit von Haus,
    Lag ich im Fenster schon hinaus
    Des Morgens früh um viere.
    Still träumt die Stadt, kein Hund ist wach,
    Kein Rauch umkräuselt traut das Dach,
    Noch schlafen Mensch und Tiere.
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    An der Grenze

    Noch fliegt die Schwalbe ein und aus
    Und flitzt im Wege auf und ab.
    Doch aus des Pappelbaumes Flaus
    Sprang schon ein gelbes Knöpfchen ab.
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    Antwort

    Was willst du hier, das Land ist kalt
    Und ohne Fröhlichkeit und Wälder.
    Die Sonne scheint im Wolkenspalt
    Nur selten warm auf karge Felder,
    Was willst du hier?
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    O kühler Wald

    O kühler Wald,
    Wo rauschest du,
    In dem mein Liebchen geht?
    O Widerhall,
    Wo lauschest du,
    Der gern mein Lied versteht?
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