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Sprüche, Gedichte, Zitate

Karwoche – Gedicht von Karl von Gerok

Sei mir gegrüßt, o stille Woche,Voll Schwermut und voll Seligkeit,Wo von des Todes bittrem JocheDie Liebe sterbend uns befreit!Wie ernst, mit heilger Todesmahnung,Und doch wie gnadenreich und mild,Voll zauberischer FrühlingsahnungBetrittst du wieder mein Gefild! Noch birgt in leichten WolkenschleiernDie Frühlingssonne das Gesicht,Dass nur verstohlen, matt und bleiernIhr schwüler Strahl den Flor durchbricht;Noch feiert sie die

Sonntagmorgen – Gedicht von Karl von Gerok

Herz, mein Herz, welch sanfte LustHegst du heut in stiller Brust?Aug, mein Aug, welch‘ mildes GlückStrahlet dein verklärter Blick. Ists das holde Himmelsblau?Ists die bunte Blumenau?Ists der Vögel Morgenpsalm?Ists der Tau auf Gras und Halm? – Schön ist meines Gottes Welt,Blumenflur und Himmelszelt,Süß das Wehn der Morgenluft,Rosenglanz und Nelkenduft. Aber was mich fröhlich macht,heut ists

Wer feiert die fröhlichsten Ostern ?

Willkommen, o fröhlicher Ostertag! Nun klingt es wie Psalmen in Lüften, Nun lebet was welk und erstorben lag, Nun grünt es auf Gräbern und Grüften; Du Erde so sonnig, du Himmel so blau, Ihr Wölkchen so licht und ihr Winde so lau, Was lebt in der Luft und was webt auf der Au — Wer

Der 3. Psalm

Meine Seele danckt dem Herrn Unter reiner Christen Kern/ Wo die Frommen sich berathen/ Groß sind unsers Gottes Thaten/ Wer sie recht erwegen kan Findet eitel Lust daran.

Ermunterung

Was willst du dich betrüben? Der alte Gott lebt noch, Nicht hüben und nicht drüben, Nicht ferne und nicht hoch! Sein Sein ist allenthalben, Sein Lieben klingt durchs All In höchster Engel Psalmen, In kleinster Vöglein Schall.