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Sprüche, Gedichte, Zitate

Der stille Garten

Mir blüht ein stiller Garten Im schattiggrünen Grund, Der Blumen da zu warten, Vergnügt mich manche Stund; Wird mir mein Haus zu enge, Der Tag zu trüb und grau: Flücht‘ ich aus dem Gedränge In seine Friedensau.

Wer feiert die fröhlichsten Ostern ?

Willkommen, o fröhlicher Ostertag! Nun klingt es wie Psalmen in Lüften, Nun lebet was welk und erstorben lag, Nun grünt es auf Gräbern und Grüften; Du Erde so sonnig, du Himmel so blau, Ihr Wölkchen so licht und ihr Winde so lau, Was lebt in der Luft und was webt auf der Au — Wer

Die Paradiesesströme

Vier Ströme trugen einst von Edens Schwellen Die süße Flut hinaus ins weite Land: Der Pison führte Gold in seinen Wellen, Der Gihon wars, der Mohrenland umwand, Durch Assurs Flur sah man Hidekel quellen. Der stolze Phrat bespülte Babels Strand, Frisch brausten sie, die Paradiesessöhne, Die Welt entlang in heller Jugendschöne.

Vor Weihnacht – Weihnachtsgedicht / Gedicht von Karl Gerok

Die Kindlein sitzen im Zimmer– Weihnachten ist nicht mehr weit –bei traulichem Lampenschimmerund jubeln: „Es schneit, es schneit!“ Das leichte Flockengewimmel,es schwebt durch die dämmernde Nachtherunter vom hohen Himmelvorüber am Fenster so sacht. Und wo ein Flöckchen im Tanzeden Scheiben vorüberschweift,da flimmert’s in silbernem Glanze,vom Lichte der Lampe bestreift. Die Kindlein sehn’s mit Frohlocken,sie drängen