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    Kategorie: Neue Gedichte

    Gedicht neu



    Der Alpenjäger

    Willst du nicht das Lämmlein hüten?
    Lämmlein ist so fromm und sanft,
    Nährt sich von des Grases Blüthen,
    Spielend an des Baches Ranft.
    »Mutter, Mutter, laß mich gehen,
    Jagen nach des Berges Höhen!«
    weiterlesen… »

    Lebensregel (Ferdinand von Saar)

    O nie in eitlem Hochmuth sprich es aus,
    Daß Dieser oder Jener nichts bedeute;
    Mit deinem letzten Urtheil halte Haus:
    Denn nicht so leicht ergründest du die Leute.
    weiterlesen… »

    Abendglöcklein

    Glöcklein, Abendglöcklein läute
    Frieden, Freude allen Menschen zu.
    Helle laß dein Lied erschallen,
    Und bring‘ Allen, und bring‘ Allen
    weiterlesen… »

    Von meiner Zugabe

    Weil ich gerne gebe zu und bin frey mit schencken,
    Wird man, daß die Wahr gar schlecht, leichtlich wollen dencken.
    Guten wird doch alles gut, Bösen böse seyn;
    Guten leg ich alles auß, Bösen alles ein.

    Friedrich von Logau

    Mutter und Tochter

    Wie rührt ihr mich, seh‘ ich in Blick und Mienen,
    Im Wesen euch so ganz einander gleichen;
    Die Tochter, von des Frühroths Strahl beschienen,
    Der Mutter Stern allmälig im Verbleichen.
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    An den Mond

    Längst, du freundliches Nachtgestirn,
    Ist dein Geheimnis verweht.
    Erkenntnisstolz blickt der Knabe schon
    Zu dir empor,
    Denn verfallen bist du, wie alles jetzt,
    Der Wissenschaft,
    Die deine Höhen und Tiefen mißt –
    Und wer weiß, ob du nicht endlich doch noch
    Erstiegen wirst auf der Münchhausenleiter
    Der Hypothesen.
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    Klarheit

    Oft ist es mir, als säh‘ ich niedergleiten
    Die Schleier still und leise vor den Dingen;
    Mein Auge kann das weite All durchdringen
    Und blickt zurück zum Urquell aller Zeiten.
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    Was ist der Mensch?

    Was ist der Mensch? Ein Magen, zwei Arme,
    Ein kleines Hirn und ein großer Mund,
    Und eine Seele – daß Gott erbarme! –
    weiterlesen… »

    Das Menschenherz

    Ein Glöckchen aus dem reinsten Erz
    Ist jedes junge Menschenherz;
    So lang‘ ihm fremd des Schicksals Hohn,
    Gibt es so süßen, vollen Ton.
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    Hinter den Häusern heult ein Hund

    Hinter den Häusern heult ein Hund.
    Denn die Schatten der Nacht sind bleich und lang;
    und des Meeres Herz ist vom Weinen wund; –
    und der Mond wühlt lüstern im Tang.
    weiterlesen… »

    Des Deutschen Vaterland

    Was ist des Deutschen Vaterland?
    Ist’s Preußenland, ist’s Schwabenland?
    Ist’s, wo am Rhein die Rebe blüht?
    Ist’s, wo am Belt die Möve zieht?
    O nein! nein! nein!
    Sein Vaterland muß größer sein.
    weiterlesen… »

    Der Komet

    Der Stern, der bei der Venus steht,
    schau, Mädchen, und begreif:
    Der neue Stern ist ein Komet.
    Kühn spreizt sich ihm der Schweif.
    weiterlesen… »

    Neue Liebe

    Kann auch ein Mensch des andern auf der Erde
    Ganz, wie er moechte, sein?
    – In langer Nacht bedacht ich mirs, und musste sagen, nein!
    weiterlesen… »

    An eine Sängerin

    Soll auf der Jungfrau Mund die begeisterte Rede verpönt sein,
    Ist euch des tiefern Gefühls volles Bekenntnis versagt:
    O wie preis ich die Sängerin drum, die, unter der Muse
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    Der Gaertner

    Auf ihrem Leibroesslein,
    So weiss wie der Schnee,
    Die schoenste Prinzessin
    Reit’t durch die Allee.
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    Wer hat´s Dir wohl verraten

    Wer hat´s Dir wohl verraten,
    Du liebe Nordsee mein,
    Dass ich mit Leib und Seele,
    So ganz und gar bin dein?…
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    Auf der Reise

    Zwischen süßem Schmerz,
    Zwischen dumpfem Wohlbehagen
    Sitz ich nächtlich in dem Reisewagen,
    Lasse mich so weit von dir, mein Herz,
    Weit und immer weiter tragen.
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    Beschränkung

    Kannst du das Schönste nicht erringen,
    so mag das Gute dir gelingen.
    Ist nicht der große Garten dein,
    wird doch ein Blümchen für dich sein.
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