Tochter der Natur,
Holde Liebe!
Uns vergnügen nur
Deine Triebe.
Gunst und Gegengunst
Geben allen
Die beglückte Kunst
Zu gefallen.
Friedrich von Hagedorn
Sprüche, Gedichte, Texte, Zitate – Sammlung
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Tochter der Natur,
Holde Liebe!
Uns vergnügen nur
Deine Triebe.
Gunst und Gegengunst
Geben allen
Die beglückte Kunst
Zu gefallen.
Friedrich von Hagedorn
Was rennt das Volk, was wälzt sich dort
Die langen Gassen brausend fort?
Stürzt Rhodus unter Feuers Flammen?
Es rottet sich im Sturm zusammen,
Und einen Ritter, hoch zu Roß,
Gewahr ich aus dem Menschentroß,
Und hinter ihm, welch Abenteuer!
Bringt man geschleppt ein Ungeheuer,
Ein Drache scheint es von Gestalt,
Mit weitem Krokodilesrachen,
Und alles blickt verwundert bald
Den Ritter an und bald den Drachen.
Wem einmal in die Seele, lenzerschlossen,
Der höchste Sonnenglanz des Daseins drang,
Dem wird tiefinnen reicher Frühling sprossen
Und leuchtend blühen all‘ sein Leben lang.
Durch Deutschland flog ein heller Klang
Vom Süden bis zum Norden,
Ein Ehrenklang, ein Freiheitsklang
Ist laut geklungen worden:
Der Wütrich ist gefallen,
Durch Gott den Herrn gefallen,
Mit seinen Henkerhorden.
Wer hat´s Dir wohl verraten,
Du liebe Nordsee mein,
Dass ich mit Leib und Seele,
So ganz und gar bin dein?…
Wer aber nun sein Leben vollkommen haben möchte,
muss sich vor wirklicher Liebe und vor wirklichem Hass hüten.
Mehr als ein allgemeines Wohlwollen darf er sich nicht erhoffen.
David Herbert Lawrence
Was willst du hier, das Land ist kalt
Und ohne Fröhlichkeit und Wälder.
Die Sonne scheint im Wolkenspalt
Nur selten warm auf karge Felder,
Was willst du hier?
Sex zu einer schmutzigen Sache zu machen, ist das Verbrechen unserer Zeit.
Wir brauchen Liebe und Hingabe an uns, an Sex, denn Ficken ist ein Sakrament der Freude.
David Herbert Lawrence
Zu Bacharach am Rheine
wohnt’ eine Zauberin,
die war so schön und feine
und riß viel Herzen hin.
Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.
Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene,
Die in der Blätter keuschen Busen sinkt,
Und milden Tau und süßen Honig trinkt,
Doch lebt ihr Glanz und bleibet ewig grüne.
So singt mein tiefstes Freudenlied,
Ach meine Rose blüht!