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Sprüche, Gedichte, Zitate

Der grüne Wald

O der süße grüne Wald, Wo wir einst in Wonne klangen, Wo wir spielten, wo wir sangen, Wo wir tanzten Maientänze, Wo wir pflückten Maienkränze, O der süße grüne Wald! Wie er immer wiederhallt, Wie er schallt Wilibald! Wilibald!

Der Freudenklang

Durch Deutschland flog ein heller Klang Vom Süden bis zum Norden, Ein Ehrenklang, ein Freiheitsklang Ist laut geklungen worden: Der Wütrich ist gefallen, Durch Gott den Herrn gefallen, Mit seinen Henkerhorden.

Des Deutschen Vaterland

Was ist des Deutschen Vaterland? Ist’s Preußenland, ist’s Schwabenland? Ist’s, wo am Rhein die Rebe blüht? Ist’s, wo am Belt die Möve zieht? O nein! nein! nein! Sein Vaterland muß größer sein.

Frühling im Alter

Singen die Vöglein im grünen Wald, Klingen die Bächlein bergunter, Lockt es den Alten mit Lustgewalt, Klopfet das Herz ihm so munter: Denket der Wonnen verschienener Lenze, Denket der Kränze und denket der Tänze, Fallen auch Thränen herunter.

Mein Blumenkönig

Von Blumen trug er beide Händchen voll, Drum nannten wir ihn scherzend Blumenkönig, Dann goß er vor uns aus den bunten Zoll Und meint‘, er trüge immer noch zu wenig – Ach! unsern Liebling, unsern schönsten Knaben, Wir mußten ihn im Blütenlenz begraben.

Ermunterung

Was willst du dich betrüben? Der alte Gott lebt noch, Nicht hüben und nicht drüben, Nicht ferne und nicht hoch! Sein Sein ist allenthalben, Sein Lieben klingt durchs All In höchster Engel Psalmen, In kleinster Vöglein Schall.

Das Los des Schönen

Die Rose blühet auf Dornen, Die Nachtigall singet im Leide, Was hoffest du irdische Freude, Wo nirgends das Schöne besteht? Die Blüten verwelkten und starben, Dann klangen die Sicheln zu Garben, Doch manche der lieblichsten Blüten Hat fruchtlos der Winter verweht.