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Sprüche, Gedichte, Zitate

Daheim

„Daheim!“ – o Wort, wie rührst du Ein Herz, das ungeliebt! Sprichst ihm von jenem Frieden, Den nur die Heimat gibt! Auch mich umklangst du lockend Im wüsten Lebensbraus; Und, das Verheißne suchend, Kehrt‘ ich in’s Vaterhaus.

Glück

Glück ist gar nicht mal so selten, Glück wird überall beschert, vieles kann als Glück uns gelten, was das Leben uns so lehrt.

Der Vulkan

Ja, die Zeichen sind alle erfüllet, Als sich der Himmel so dunkel umhüllet, Sonne auf blutenden Gleisen entstieg. Wie die häuslichen Tiere sich bargen, Ha, da schauderte allen vorm Argen, Ahnend der Unteiwelt nahenden Sieg.

Nachtgang

Wir gingen durch die stille milde Nacht, dein Arm in meinem, dein Auge in meinem. Der Mond goß silbernes Licht über dein Angesicht, wie auf Goldgrund ruhte dein schönes Haupt.

Die Flucht der heiligen Familie – Gedicht von Joseph von Eichendorff

Länger fallen schon die Schatten,Durch die kühle Abendluft,Waldwärts über stille MattenSchreitet Joseph von der Kluft,Führt den Esel treu am Zügel;Linde Lüfte fächeln kaum,’s sind der Engel leise Flügel,Die das Kindlein sieht im Traum.Und Maria schauet niederAuf das Kind voll Lust und Leid,Singt im Herzen WiegenliederIn der stillen Einsamkeit.Die Johanneswürmchen kreisenEmsig leuchtend über’n Weg,wollen der Mutter

Bürgerliches Weihnachtsidyll – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Klabund

Was bringt der Weihnachtsmann, Emilien?Einen Strauß von Rosmarin und Lilien.Sie geht so fleißig auf den Strich,O Tochter Zions, freue Dich ! Doch sieh! Was wird sie bleich wie Flieder?Vom Himmel hoch, da komm ich nieder.Die Mutter wandelt wie im Traum.O Tannenbaum! O Tannenbaum! O Kind, was hast du da gemacht?Stille Nacht, Heilige Nacht.Leis hat sie