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Sprüche, Gedichte, Zitate

Die Heiligen drei Könige Legende – Gedicht von Rainer Maria Rilke

Einst als am Saum der Wüsten sichauftat die Hand des Herrnwie eine Frucht, die sommerlichverkündet ihren Kern,da war ein Wunder: Fernerkannten und begrüßten sichdrei Könige und ein Stern.Drei Könige von Unterwegsund der Stern Überall,die zogen alle (überlegs!)so rechts ein Rex und links ein Rexzu einem stillen Stall.Was brachten die nicht alles mitzum Stall von Bethlehem!Weithin

Wenn sich erhellen ihre ersten Kerzen, dann wandle hinaus zur stillen Nacht, mit einem weihnachtlich gestimmten Herzen und harre, bis ihr Strahlenglanz erwacht.

Wenn sich erhellen ihre ersten Kerzen,dann wandle hinaus zur stillen Nacht,mit einem weihnachtlich gestimmten Herzenund harre, bis ihr Strahlenglanz erwacht.

Steht nicht an meinem Grab und weint

Steht nicht an meinem Grab und weint,ich bin nicht da,nein, ich schlafe nicht.Ich bin eine der tausend wogenden Wellen des Sees,ich bin das diamantene Glitzern des Schnees,wenn ihr erwacht in der Stille am Morgen,dann bin ich für euch verborgen,ich bin ein Vogel im Flug,leise wie ein Luftzug,ich bin das sanfte Licht der Sterne in der