Die Welt ist alten Leuten gram und ehrt sie kaum mit einem Blicke,
Das macht: die Alten kummen drauff und weisen andren ihre Tücke.
Friedrich von Logau
Sprüche, Gedichte, Texte, Zitate – Sammlung
Die Welt ist alten Leuten gram und ehrt sie kaum mit einem Blicke,
Das macht: die Alten kummen drauff und weisen andren ihre Tücke.
Friedrich von Logau
Das Erste in der Liebe ist der Sinn füreinander,
das Wichtigste ist der Glaube aneinander.
Friedrich von Schlegel
Überall weichet das Weib dem Manne; nur in dem Höchsten
Weichet dem weiblichsten Weib immer der männlichste Mann.
Was das Höchste mir sei? Des Sieges ruhige Klarheit,
Wie sie von deiner Stirn, holde Amanda, mir strahlt.
Wo soll man ächte Freundschaft finden?
Das Lockwort klingt doch gar zu fein,
Und kann, die Herzen zu verbinden,
Der Anlaß schönster Hoffnung sein.
Man pflegt den milden Stein der Weisen
Uns, als ein Wunder, anzupreisen.
Man lehrt, er mache mehr, als reich:
Fürwahr, ihm ist die Freundschaft gleich.
Ein verhungert Hühnchen fand
Einen feinen Diamant,
Und verscharrt‘ ihn in den Sand.
Fest gemauert in der Erden
Steht die Form aus Lehm gebrannt.
Heute muß die Glocke werden!
Frisch, Gesellen, seid zur Hand!
Von der Stirne heiß
Rinnen muß der Schweiß,
Soll das Werk den Meister loben!
Doch der Segen kommt von oben.
Vorm Hause steht ein Schneemann,
der auf die Straße schaut.
Susanne und Mathias –
die haben ihn gebaut.
Vom trüben Schlaf erwacht zu lichtem Denken,
Hat sich der Mensch zum Himmel aufgerichtet,
Kann nun, wo träge Furcht ihn sonst vernichtet,
Die Wunder des Bewußtseins schaffend denken.
Wie der Tag mir schleichet,
Ohne dich vollbracht!
Die Natur erblasset,
Rings um mich wird’s Nacht.
Ohne dich hüllt Alles
Sich in Schwermuth ein,
Und zur öden Wüste
Wird der grünste Hain.
Vom nahen Eisenwerke,
berußt, mit schwerem Gang,
kommt mir ein Mann entgegen,
den Wiesenpfad entlang.
Tochter der Natur,
Holde Liebe!
Uns vergnügen nur
Deine Triebe.
Gunst und Gegengunst
Geben allen
Die beglückte Kunst
Zu gefallen.
Friedrich von Hagedorn
Erlernt von muntern Herzen
Die Kunst beglückt zu scherzen,