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Sprüche, Gedichte, Zitate

Christnacht – Gedicht von Ferdinand von Saar

Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben,senkst du herab dich, o heilige Nacht;was durch Jahrhunderte alles zerstoben,du noch bewahrst deine leuchtende Pracht. Ging auch der Welt schon der Heiland verloren,der sich dem Dunkel der Zeiten entrang,wird er doch immer aus Neue geboren,nahst du, Geweihte, dem irdischen Drang. Selig durchschauernd kindliche Herzen,bist du des Glaubens süßester Rest;fröhlich

Lebensregel (Ferdinand von Saar)

O nie in eitlem Hochmuth sprich es aus, Daß Dieser oder Jener nichts bedeute; Mit deinem letzten Urtheil halte Haus: Denn nicht so leicht ergründest du die Leute.

Mutter und Tochter

Wie rührt ihr mich, seh‘ ich in Blick und Mienen, Im Wesen euch so ganz einander gleichen; Die Tochter, von des Frühroths Strahl beschienen, Der Mutter Stern allmälig im Verbleichen.