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    Kategorie: Neue Gedichte


    Kurze und auch lange Gedicht neu online gegangen



    Nicht in der Weite

    Herz, mein Herz, nicht in der Weite,
    In der Nähe wohnt das Glück;
    Glaube, liebe, hoffe, leide,
    Und kehr‘ in dich selbst zurück.
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    An einem mondhellen Abend

    Wie freundlich steigt der Mond herauf
    Am fernen Himmelsrande;
    Du lieber Mond, sey mir gegrüßt
    In deinem Lichtgewande;
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    Sonntagsruhe

    Über Tal und Hügel
    Schweigend breitest du
    Deine reinen Flügel,
    Heil’ge Sonntagsruh‘.
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    Wulfhild und Waldtraut

    Die schlanke Bode fließt im Thale
    Um manchen Berg und Felsenhang,
    Macht her und hin manch liebe Male
    Umweg und krummen Wiedergang.
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    Meine Sonne

    Hoch hab‘ ich stets die Wissenschaft gehalten
    Und freu‘ mich der Erkenntnisfrucht, der süßen,
    Und sitze neuen Meistern gern zu Füßen,
    Und geh‘ zur Schule gern auch bei den Alten;
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    Was das Leben auch hienieden

    Was das Leben auch hienieden
    uns an Wonne bieten mag,
    Süßeres wird uns nie beschieden
    als ein Liebesfrühlingstag.

    Julius Sturm

    War ein Ries‘ bei mir zu Gast, sieben Meter maß er fast

    War ein Ries‘ bei mir zu Gast,
    sieben Meter maß er fast,
    hat er nicht ins Haus gepasst,
    saßen wir im Garten.
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    Das ist im Leben häßlich eingerichtet

    Das ist im Leben häßlich eingerichtet,
    daß bei den Rosen gleich die Dornen stehn,
    Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet,
    Zum Schlusse kommt das Voneinandergehn.
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    An die Freude

    Freude, Königinn der Weisen,
    Die, mit Bluhmen um ihr Haupt,
    Dich auf güldner Leyer preisen,
    Ruhig, wann die Thorheit schnaubt:
    Höre mich von deinem Throne,
    Kind der Weisheit, deren Hand
    Immer selbst in deine Krone
    Ihre schönsten Rosen band!
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    Min Buerdeern

    Heff ick min Buerdeern,
    Hört mi de Welt!
    Günn di de annern geern,
    Nikdom un Geld!
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    Mitternacht

    Am Himmel steh’n die Sterne
    Und leuchten still und halten Wacht:
    Und über Näh‘ und Ferne
    Liegt schwarz die Mitternacht.
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    Ach, was ist Reichtum und Schönheit und Pracht?!

    Ach, was ist Reichtum und Schönheit und Pracht?!
    Sterben muß jeder, und kommt ‚mal die Nacht,
    Drunten ist’s dunkel und Staub das Gebein,
    Traum nur und Schaum nur all irdischer Schein!

    Johann Meyer

    Sternenblick

    Ich war noch rege, war noch wach,
    Vom süßen Schlummer fern,
    Ich schaute in die dunkle Nacht
    Und staunte an der Sterne Pracht
    Und betete zum Herrn.
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    Im Mondenschein

    Der liebe Mond der scheint so schön,
    Daß alle Sternlein ließen
    Das Leuchten sein in dunklen Höh’n;
    Nun muß ich wohl ans Fenster geh’n
    Und stille steh’n
    Und seh’n und seh’n,
    Es ist, als sollt‘ er mich grüßen.
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    Still blickt der Himmel mit all seinen Sternen

    Still blickt der Himmel
    mit all seinen Sternen
    auf das Gewühl der Menschen
    auf Erden herab.
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    Zum Tanz

    Kommt, ihr Frauen, auf den Plan,
    Der, euch zu gefallen,
    Sich mit Blumen angethan,
    Wo, im kleinen Wald daran,
    Vogellieder schallen!
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    Zum Abschied (von Johann Meyer)

    Wenn still die Nacht vom Himmel sinkt
    Und wenn im Glanz der Sterne
    Dein Seelenblick die Andacht trinkt
    Der blauen Himmelsferne:
    Dann mög‘ es aus der Ferne dir
    Wie Harfenton erklingen,
    Und jeder, jeder Stern von mir
    Viel‘ tausend Grüße bringen!
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