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    Kategorie: Trauergedichte


    Trauergedicht / Trauergedichte – kurze Gedichte, Texte für die Trauerfeier, Trauerkarte, Einladung, Traueranzeige.


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    Als ob es die Toten gäbe

    Herr, es gibt keinen Toten, es gibt nur Lebende
    auf unserer Erde und im Jenseits.
    Herr, den Tod gibt es, aber er ist nur ein Moment,
    ein Augenblick, eine Sekunde, ein Schritt.
    Der Schritt vom Vorläufigen ins Endgültige,
    der Schritt vom Zeitlichen ins Ewige.

    Michel Quoist

    Gedichte (Rubriken)

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    Die älteste Form der Literatur stellen unter anderem Gedichte dar, zu den ältesten gehören auch Heldensagen, Kinderlieder und Märchen, die oft auch Reime enthalten. Früher wurden Gedichte gesungen und mündlich weiter getragen, was deren Rhythmus beweist. Gedichte gab es schon bevor die Menschen die Schrift entwickelten. Geschichten wurden sehr oft in Gedichtform vorgetragen, da die Menschen bemerkten, das sie in einer gesungenen rhythmischen Form besser im Gedächtnis behalten werden konnten. So entstanden Gedichte.
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    Flügge

    Sekunde um Sekunde tropft
    Und fällt hinab ins Zeitenmeer.
    Und jeder Herzschlag, der da klopft,
    Verhallt im Raum und ist nicht mehr.

    Was Herzschlag und Sekunde trug,
    War der gefühlte Augenblick.
    Daraus wuchs dir aus Leid und Glück
    Das Federkleid zu deinem Flug.

    Peter Schuhmann

    Erlöst

    Ich trieb wie eine Feder,
    dem Leben zugeneigt.
    Ein Wind trug mich ins Später,
    wo alles Blau entzweigt.

    Im letzten Ast verfing ich,
    da mich ein Vogel fand,
    der nahm mein Seelchen zu sich
    und floh in deine Hand.

    Peter Schuhmann

    Der Tod ist unser Trost

    Der Tod ist unser Trost und, ach!, auch unser Leben,
    er ist des Lebens Ziel, das wir voll Hoffnung sehn,
    er kann, ein Zaubertrank, berauschen und erheben,
    dass wir mit neuem Mut der Nacht entgegengehn.

    Charles Baudelaire

    Was wir mit Dir verloren versteht so mancher nicht

    Was wir mit Dir verloren
    versteht so mancher nicht,
    nur die, die wirklich lieben
    wissen, wovon man spricht.

    Autor unbekannt

    Ganz still und leise, ohne ein Wort

    Ganz still und leise, ohne ein Wort,
    gingst du von uns fort.
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    Wenn wir uns dann aber wiedersehen werden

    Wenn wir uns dann aber wiedersehen werden,
    hoffe ich, dass alles du erreicht,
    und Gott uns weiter hält an den Händen,
    und dass mein Lebensweg dem deinen gleicht!

    Autor unbekannt

    Endlich bleibt nicht ewig aus

    Endlich bleibt nicht ewig aus,
    endlich wird der Trost erscheinen,
    weiterlesen… »

    Wenn ich sterbe

    Legt rote Rosen mir um meine Stirne,
    im Festgewande will ich von euch gehn,
    und stoßt die Fenster auf, daß die Gestirne
    mit heiterm Lächeln auf mein Lager sehn.
    weiterlesen… »

    Trauerstille (Sonett)

    O wie öde, sonder Freudenschall,
    Schweigen nun Paläste mir, wie Hütten,
    Flur und Hain, so munter einst durchschritten,
    Und der Wonnesitz am Wasserfall!
    weiterlesen… »

    Die Sonne gehet strahlend unter

    Die Sonne gehet strahlend unter,
    Nur scheinbar, Freund, nicht in der Tat –
    Der Vorhang fällt so rasch herunter, –
    Daß man nur ihn gesehen hat. –

    Friederike Kempner

    Nur die Liebe überbrückt die Kluft

    Nur die Liebe überbrückt die Kluft,
    die zwischen Sein und Nichtsein droht,
    dass wie gepflückter Blumenduft
    doch etwas überlebt den Tod.

    Friedrich von Bodenstedt

    Der Tod

    Ob uns gleich der Tod reist hin, ist von uns doch nichts nicht seine.
    Unsre Seele kümmt ihm nicht; unser Haut, Fleisch und Gebeine
    Wird uns schöner und verklärt sam der Seele wieder geben
    Jene Zeit, die ohne Zeit uns auffs neue heisset leben.

    Friedrich von Logau

    Von guten Mächten wunderbar geborgen

    Von guten Mächten wunderbar geborgen,
    erwarten wir getrost, was kommen mag.
    Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
    und ganz gewiss an jedem Tag.

    Dietrich Bonhoeffer

    Grabgesang nach schweren Leiden

    Wir bringen weinend unsern Dank;
    Wir stammeln dir den Lobgesang,
    Dir, der den Retter aus der Noth
    Gesendet hat, den sanften Tod.
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    An Cornelia

    Du ziehst von uns, und manche teure Stunde
    Zieht fort mit dir in jenes ferne Land.
    Wohl weiß ich es, daß in getreuem Bunde
    Auch dort dir alle Herzen zugewandt.
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