Das gold des Morenlands, wie pur es auch kan sein, muß ihres krausen haars köstlichem schimmer weichen: der roteste koral, des schönsten rubins schein ist ihres rosenmunds reichtum nicht zu vergleichen;
Cupido einmal sehr verdrossen, daß er hat so vil pfeil umsunst auf meine Myrta los geschossen, die niemals achtet seiner kunst, erwählet, ihre zarte schoß zu wunden, zornig, ein geschoß.
Gleichwie ein armer mensch, aus irdischem verstand, vermeinet, horchend zu des aberglaubens lehren, ein schön gemaltes bild, als seines geists heiland, mit bitten, opfern, lob und anderm dienst zu ehren:
Witzlos war der fürwitz, aufsätzig der fürsatz kreuzgeizig der ehrgeiz, die mich so sehr bethöret, daß eines fürstens will (der schön und lieb gesatz zuwider) mich jetz ihm gehorsamen gelehret.
Das Leben so ich führ ist wie der wahre Tod Ja über den Tod selbs ist mein trostloses Leben: Es endet ja der Tod des menschen pein und Leben Mein Leben aber kan nicht enden diser Tod.
Laßt uns in den Garten gehen, Schönes Lieb, damit wir sehen, Ob der Blumen Ehr, die Ros, So euch eure Farb gezeiget, Da sie heut der Tau aufschloß, Ihren Pracht noch nicht abneiget.