Sprüche, Gedichte und Zitate Sammlung

Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate

     
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Archiv: September 2010



Meinen Söhnen

I. In flücht’gem Wechselspiel
Zersplittre nie dein Streben:
Ein reines, hohes Ziel
Sei Leuchte dir für’s Leben!
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Die Eifersucht

Eifersucht, der Liebe Hölle!
Elend, elend, wer dich fühlt,
Wenn dein Dolch, getränkt mit Gifte
Ratlos in dem Busen wühlt;
Wenn der Seele Tiefen zittern,
Wie die Fluten in Gewittern;
Und kein Wort, kein Wort des Trostes
Deiner Marter Gluten kühlt;
Eifersucht, der Liebe Hölle!
Elend, elend, wer dich fühlt!
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Lebensregel (Ferdinand von Saar)

O nie in eitlem Hochmuth sprich es aus,
Daß Dieser oder Jener nichts bedeute;
Mit deinem letzten Urtheil halte Haus:
Denn nicht so leicht ergründest du die Leute.
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Amor, ein Kind

Gott Amor wollt ihr Treue lehren?
Ihr wollt den Schmetterling bekehren,
Der nur auf Wechsel sinnt?
Und fängt ihr, mit Amphions Feuer,
Erhabne Weisheit in die Leyer,
Ihr sänget in den Wind!
Wegflatternd wird er euch verlachen -
Was könnt ihr mit dem Leichtsinn machen?
Er ist ein Kind!
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Abendglöcklein

Glöcklein, Abendglöcklein läute
Frieden, Freude allen Menschen zu.
Helle laß dein Lied erschallen,
Und bring’ Allen, und bring’ Allen
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Der Schneemann (Robert Reinick)

Steh, Schneemann, steh!
Und bist du auch von Schnee,
So bist du doch ein ganzer Mann,
Hast Kopf und Leib und Arme dran,
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Der Mann von Schnee

Schneemann dort am Gartenzaune
Hat gar eine üble Laune.
Steht er da voll Trutz und Groll,
Weiß nicht, was er reden soll.
Und die Sonne blinkt und blitzt,
Daß er wie ein Kranker schwitzt.
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Seht, da steht er, unser Schneemann

Seht, da steht er, unser Schneemann!
Das ist ein Geselle!
Stehet fest und unverzaget,
Weicht nicht von der Stelle.
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Nur durch den Glauben an die Unsterblichkeit

Nur durch den Glauben an die Unsterblichkeit
erfasst der Mensch seinen vernünftigen Zweck auf Erden.

Fjodor M. Dostojewski

Ein Advokat

Ein Advokat ist ein gemietetes Gewissen.

Fjodor M. Dostojewski

Freiheit ist der Zweck des Zwanges

Freiheit ist der Zweck des Zwanges,
Wie man eine Rebe bindet,
Daß sie, statt im Staub zu kriechen,
Froh sich in die Lüfte windet.

Friedrich Wilhelm Weber

Die Liebe (Liebesgedicht von Friedrich Wilhelm Gotter)

Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Sorgenlos, wie Kinder,
Führt sie uns durchs Leben.
Unser ganzes Leben
Flieht mit ihr geschwinder,
Als uns ohne Liebe
Sonst ein Tag verging!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
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Als Zwillinge muss man sich ja eine Zelle teilen

Als Zwillinge muss man sich ja eine Zelle teilen, also auch das Gen für musikalisches Talent.
Und wenn das auf zwei aufgeteilt werden muss, bleibt eben für jeden einzelnen nicht mehr viel übrig.

Dieter Bohlen – Supertalent 2010

Maulwurf beim Sehtest

Am ersten Tag hast du mich enttäuscht,
wie ein Maulwurf beim Sehtest.
Da kam nix!

Dieter Bohlen

Beim Tode meines Bruders

Nun danke Gott, die Fahrt ist aus!
Du kehrtest heim ins Vaterhaus,
froh bist du bei den Deinen, -
und ich muß weinen.
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