Osterspaziergang
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Sprüche, Gedichte, Texte, Zitate – Sammlung
Kurze, lange Gedichte, Zitate, Reime von berühmten Dichtern, berühmte Dichtungen.
Osterspaziergang
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Frühling läßt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja Du bist ’s!
Dich hab’ ich vernommen!
Eduard Mörike
Mit Gott als Begleiter
verirrst Du Dich nicht,
denn ER ist der Streiter
für Wahrheit und Licht!
IHM sollst Du vertrauen
und seinem Gebot;
auf IHN kannst Du bauen
in jeglicher Not!
Friedrich Morgenroth
Du darfst mit Gottes Handeln rechnen.
Du darfst mit Gottes Handeln rechnen.
Du kannst ihm unbedingt vertrauen.
Von guten Mächten stets umgeben,
darfst Du auf Deinen Glauben bauen.
Im Lebenswettstreit gibt es Hilfe.
Im Dunkel leuchtet Dir ein Licht,
und solltest Du selbst an Dir zweifeln,
verlässt Dich seine Güte nicht.
Du darfst mit Gottes Handeln rechnen.
Du kannst ihm unbedingt vertrauen
und mit viel Zuversicht und Hoffnung
in Deine eigne Zukunft schauen.
Renate Eggert-Schwarten
Berge sollen weichen und Hügel hinfallen
Berge sollen weichen und Hügel hinfallen,
doch die Gnade Gottes bleibt ewiglich.
Berge sollen weichen und Hügel hinfallen,
weißt Du, was das heißt für Dich und für mich?
Es heißt, dass wir uns nie zu fürchten brauchen,
vor irgendeiner Macht der Welt,
weil grade in den schwersten Stunden
ein noch viel Mächtigerer zu uns hält.
Es heißt, dass wir getragen sind
von Gottes Liebe in aller Not,
so dass uns nichts geschehen kann,
was nicht von Gott gewollt.
Es heißt, dass wir niemals einsam sind,
ist auch kein Mensch mehr für uns da,
weil wir eins immer wissen dürfen:
unser Gott ist uns jetzt nah.
Renate Eggert-Schwarten
An meine Mutter
So gern hätt‘ ich ein schönes Lied gemacht
Von Deiner Liebe, deiner treuen Weise;
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt‘ ich so gern geweckt zu deinem Preise.
Inmitten unzähligem Hin- und Herredens der Einzelnen wächst still und groß das ewige Weisheitsgut der Menschen weiter.
Christian Morgenstern
An meine Mutter von Heinrich Heine
Ich bin’s gewohnt, den Kopf recht hoch zu tragen,
Mein Sinn ist auch ein bißchen starr und zähe;
Wenn selbst der König mir ins Antlitz sähe,
Ich würde nicht die Augen niederschlagen.
Es sagt der Durscht zum Hunger:
“ I hob heid no nix trunka!“
Drauf sagt der Hunger zu dem Durscht:
“ Woasst wos? Des is mir wurscht!“
Willy Astor
Wenn über eine dumme Sache
mal endlich Gras gewachsen ist,
kommt sicher ein Kamel gelaufen,
das alles wieder runterfrisst!
War einmal ein Bumerang
war ein Weniges zu lang.
Bumerang flog ein Stück,
aber kam nicht mehr zurück.
Publikum noch stundenlang
wartete auf Bumerang.
Nichts ist schrecklicher als ein Lehrer, der nicht mehr weiß als das, was die Schüler wissen sollen.
Johann Wolfgang von Goethe