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Sprüche, Gedichte, Zitate

Zum neuen Jahr – Gedicht von Eduard Mörike

Wie heimlicher WeiseEin Engelein leiseMit rosigen FüßenDie Erde betritt,So nahte der Morgen,Jauchzt ihm, ihr Frommen,Ein heilig Willkommen,Ein heilig Willkommen!Herz, jauchze du mit! In Ihm sei’s begonnen,Der Monde und SonnenAn blauen GezeltenDes Himmels bewegt.Du, Vater, du rate!Lenke du und wende!Herr, dir in die HaendeSei Anfang und Ende,Sei alles gelegt! Eduard Mörike

Neue Liebe

Kann auch ein Mensch des andern auf der Erde Ganz, wie er moechte, sein? – In langer Nacht bedacht ich mirs, und musste sagen, nein!

An eine Sängerin

Soll auf der Jungfrau Mund die begeisterte Rede verpönt sein, Ist euch des tiefern Gefühls volles Bekenntnis versagt: O wie preis ich die Sängerin drum, die, unter der Muse

Der Gaertner

Auf ihrem Leibroesslein, So weiss wie der Schnee, Die schoenste Prinzessin Reit’t durch die Allee.

Auf der Reise

Zwischen süßem Schmerz, Zwischen dumpfem Wohlbehagen Sitz ich nächtlich in dem Reisewagen, Lasse mich so weit von dir, mein Herz, Weit und immer weiter tragen.