Die stumme Sprache
Wie können doch in einem Hertzen
Die Lieb und Furcht Geferten seyn?
Wie kan sich Freude neben Schmertzen
Und Lust bey Unlust finden ein?
Wie kan sich plagen und vergnügen
An einen Ort zusammen fügen?
weiterlesen… »
Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate
Wie können doch in einem Hertzen
Die Lieb und Furcht Geferten seyn?
Wie kan sich Freude neben Schmertzen
Und Lust bey Unlust finden ein?
Wie kan sich plagen und vergnügen
An einen Ort zusammen fügen?
weiterlesen… »
Der klugen Aerzte Kunst weiß allem Ubel Rath/
Was fast zu finden ist in weiter Erde Schrancken:
Wie kommts/ daß sie kein Mittel hat
Für eine Noth/ daran fast alle Welt muß krancken?
weiterlesen… »
Will noch die schwartze Nacht den Tag bestreiten/
Und als ein irrend Licht bey duncklen Zeiten
Der übereitlen Welt/
Die/ was ihr wohlgefällt/
Für einen Abgott hält/
Den Sinn verleiten?
weiterlesen… »
Des Lebens Nebel ist ein kurtz bewölckter Tag/
An dem man wenig Licht und Sonne sehen mag.
weiterlesen… »
Meine Seele danckt dem Herrn
Unter reiner Christen Kern/
Wo die Frommen sich berathen/
Groß sind unsers Gottes Thaten/
Wer sie recht erwegen kan
Findet eitel Lust daran.
weiterlesen… »
Die Sonne birgt nunmehr ihr angenehmes Licht/
Der Abend will die Welt der Arbeit überheben/
Es fordert meine Pflicht/
Dem Höchsten für den Schutz des Tages Danck zu geben.
weiterlesen… »
Worzu dient so süsses Blicken/
Wenn du bist in nichts verliebt?
Ists/ daß unser Seufftzer-schicken
Cloris dir Vergnügen giebt?
Zwar offt heist das Hertze geben
Sich begeben seiner Ruh/
Doch wer immer frey will leben/
Bringt sein Leben übel zu.
weiterlesen… »
Betrübte Nacht/ in der mich Lieb’ und Schrecken
Ohn Unterlaß von meiner Ruh erwecken/
Wenn kömmt einmahl die angenehme Nacht/
Die meiner Pein ein frölich Ende macht?
weiterlesen… »
Bey Amaranthens Wangen
Getreuer Liebe Lohn
Durch manchen Kuß empfangen
Zog die verliebte Seele
Aus ihres Leibes Höle.
weiterlesen… »
Das alte Jahr ist um/ die neue Zeit tritt ein/
Laß meinen Geist in dir/ o Gott/ verneuet seyn.
weiterlesen… »
Wie grausam sind/ o Liebe/ deine Rechte!
Ein leichter Sinn schmeckt tausendfache Lust/
Der Thränen Tranck/ der Seufftzer schwere Kost
Nährt und verzehrt die Hertzen treuer Knechte;
Wie grausam seyn/ o Liebe/ deine Rechte!
weiterlesen… »
Ihr Augen/ die ich lieb und ehr/
Ihr meine Lust und süsse Pein/
Was netzet ihr die trüben Wangen/
Was sagt mir euer blasser Schein?
Habt ihr mein Hertze nicht empfangen?
Was fodert/ was verlangt ihr mehr?
weiterlesen… »
Könnte man für Liebe sterben / wär ich längstens kalt und todt /
Solte sie ein Feuer heissen / wär ich längstens Asch und Koth:
Doch ist sie kein Tod zu nennen / woher fühl ich solche Schmerzen?
Und ist sie kein brennend Feuer / was kocht so in meinem Herzen?
Hans Aßmann Freiherr von Abschatz
Ein Jahr/ O höchster Gott/ ist wieder bracht zu Ende/
Wiewohl nicht ohne Creutz und untermengte Pein/
Doch daß ich kan gesund und unverletzet seyn/
Ist ein Genaden-Werck/ O Schöpffer/ deiner Hände/
weiterlesen… »
Es naht sich deine Zeit/ als wie das Jahr/ zum Ende/
Halt mit bekehrtem Sinn die rechte Sonnen-Wende.
Hans Aßmann Freiherr von Abschatz