Freude, Königinn der Weisen, Die, mit Bluhmen um ihr Haupt, Dich auf güldner Leyer preisen, Ruhig, wann die Thorheit schnaubt: Höre mich von deinem Throne, Kind der Weisheit, deren Hand Immer selbst in deine Krone Ihre schönsten Rosen band!
Mädgen lernet Amorn kennen! Läßt er sich nur Freundschaft nennen: Seht ihm ins Gesicht. Seht ihr feuervolle Blicke, Voll Zerstreuung, voller Tücke, Das ist Amor, zweifelt nicht.
Komm, und senke die umflorten Schwingen, Süßer Schlummer, auf den müden Blick! Segner! Freund! in deinen Armen dringen Trost und Balsam auf’s verlorne Glück. Johann Peter Uz
Verlange nur nicht allzusehr Des holden Frühlings Wiederkehr! Bald wird er, unter jungen Rosen, Den Grazien liebkosen, Und im belaubten Hayn Bey Nymphen und Cytheren seyn.
Ich will, vom Weine berauscht, die Lust der Erde besingen, Ich will die Zierde der Auen erhöhn, Den Frühling, welcher anitzt, durch Florens Hände bekränzet, Siegprangend unsre Gefilde beherrscht.
Die Laube prangt mit jungem Grün: Es tönen ihre dunkeln Buchen Von Vögeln, die voll Wollust glühn, Von Frühlingstrieben glühn und Scherz und Schatten suchen.