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Sprüche, Gedichte, Zitate

Wenn in den ersten blauen Abendtraum … – Gedicht von Ernst Goll

Wenn in den ersten blauen AbendtraumMit süßem Klang die Feierglocken läuten,Entzünden wir an unserm WeihnachtsbaumDie hundert Lichter, die das Glück bedeuten. Doch einer Kerze andachtvolles LichtLass uns den Göttern weihen und vertrauen,Das sie aus ihrer sel´gen Höhe nichtMit Neid auf diese milde Stunde schauen. Dann sehn wir schweigend in den hellen GlanzUnd wagen nicht, die

Abendfriede

Und eine große Weihe ist in mir, Der Abend kam auf mondverklärten Wegen, So reich gesegnet gehe ich von dir, Wie ein Versöhnter kehrt vom Abendsegen.

Das Fenster

Von kahlem Strauch umrahmt ein weißes Haus, An dessen First der laue Föhnwind wirbt. Ein Fenster, offen in der Abendstunde. Ein blasses Mädchen lehnt sich weit hinaus,

Ahnst du ?

Wenn ich wilder dich umfange Wenn mein Mund dich heißer küsst – Ahnst du, dass mir Brust und Seele Namenlose Angst umschließt? Angst vor jener dunklen Stunde, Die auf Flügeln näher eilt Und mit fühllos kalten Händen Mein‘ und deine Wege teilt?

Der erste Gruß im Morgenschweigen | Gedicht von Ernst Goll

Der erste Gruß im MorgenschweigenIst: Könnt ich dich zu dir!Der letzte Traum im Abendneigen:Oh, kämest du zu mir!Mein Augenpaar und meine HändeGehören der Welt und mir,Mein pochend Herz ist bis zum EndeAllzeit bei dir. Ernst Goll

Bitte

Du gabst mir, Herr, der Jugend Garten, Mit tausend Blumen ausgeschmückt. Soll ich so vieler Knospen warten? Oh, nimm den vollen Kranz zurück!