Mit seinem Haar
Der Gefangne spricht:
Ich darf zu dir, mein holdes Glück,
Ach leider nicht, wie eh’mals schleichen;
Streng ist bei Hüters schlauer Blick,
Er läßt mich nicht zu dir entweichen.
weiterlesen… »
Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate
Der Gefangne spricht:
Ich darf zu dir, mein holdes Glück,
Ach leider nicht, wie eh’mals schleichen;
Streng ist bei Hüters schlauer Blick,
Er läßt mich nicht zu dir entweichen.
weiterlesen… »
Liebchen fragte: “möchtest du
Wohl ein Zauberkleinod haben?”
Kindchen, sagt’ ich, mustern wir
Der Magie geheime Gaben.
Liebchen setzte sich zu mir,
Und ich horchte auf zu ihr.
weiterlesen… »
Die Ahnung ist des Herzens Licht.
Karl Immermann
Seht, seht doch jenen armen Tropf!
Fruchtbäume stehen in der Runde,
Ihm hangen Kirschen überm Kopf,
Und winken schwellend seinem Munde.
weiterlesen… »
Die Menschen werden nicht von den Dingen,
sondern von den Meinungen über die Dinge gepeinigt.
Karl Immermann
Die Moral steckt in kurzen Sprüchen besser,
als in langen Reden und Predigten.
Karl Immermann
Wenn das Lob der Freunde immer ein sehr zweideutiges bleibt,
so darf man dagegen dem Neid der Feinde vertrauen
Karl Immermann
Junge, schnüre meinen Ranzen,
Denn ich muss wahrhaftig fort!
Alle haben mich im Ganzen
Nicht sehr lieb an diesem Ort;
Es ist Zeit, sich zu verändern,
Gehts nach Norden oder Süd,
Umzuschauen in fremden Ländern,
Wie wohl dort der Weizen blüht?
weiterlesen… »
Wenn mir das Haupt ein wenig toll,
Wenn mir die Füße taumeln,
Da schreit ihr gleich schon wieder voll!
Seht nur den Säufer schwaumeln!
weiterlesen… »
Anerkennung braucht jedermann.
Alle Eigenschaften können durch eine tote Gleichgültigkeit
der Umgebung zugrunde gerichtet werden.
Karl Immermann
Nur das Weib weiß, was Liebe ist,
in Wonne und Verzweiflung.
Bei dem Manne bleibt sie zum Teil Phantasie, Stolz, Habsucht.
Karl Immermann
Biederherz, der brave Junge,
Hört, daß von ‘ner bösen Zunge
Schlimm sein Freund verläumdet sey,
Läuft zu dem in Zornes Drange,
Klingelt nicht — das währt zu lange,
Schlägt das Fenster ihm entzwei.
weiterlesen… »
Ich weiß mir einen braven Mann,
Mit Ehr’ und Sitten angethan,
Löblich, höflich und dienstfertig,
Der Feinde Schreck, den Freunden gewärtig;
So edler Sinn! So kluger Verstand!
Ein lichtes Muster für Stadt und Land!
weiterlesen… »
Du sagtest jüngst: wir wären allzuträge,
Und unbeschäftigt flössen unsre Stunden,
Seitdem die Lieb’ uns schlug mit süßen Wunden.
Das ist nicht wahr, du bist auf falschem Wege.
weiterlesen… »
Bleib, Sonne, nur in grauen Nebelschleiern!
Verhülle, Himmel, doch nur immer dichter!
Löscht alle aus, die groß und kleinen Lichter!
Es mag ihr Fest die Nacht auf ewig feiern.
weiterlesen… »