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Sprüche, Gedichte, Zitate

Die Krone der Schöpfung (Gedicht von Olaf Lüken)

Die Krone der Schöpfung Ein Kleriker vor Leuten spricht –Besingt die Welt in Moll und Dur:„Der Mensch, er ist ein großes LichtUnd Vorbild göttlicher Natur.“ Was folgt, weiß jeder Insider:„Wer dem Klerus Glauben schenktDas menschliche Natur – leider !Mehr Irres als Gescheites denkt. (c) Olaf Lüken (Dezember 2020) Nach Gottfried Benn: „Die Kroneder Schöpfung, das

Frühlingssturm in der Senne

Frühlingssturm in der Senne Frühlingssturm kommt herangewagt. Braust über Föhren und Heide. „Krümmt euch! “ ruft die Erde verzagt: „Kniet euch !“ schreit bissig die Weide. Sturm rauscht über Feld und Geäst. Die Zweige knarren und knacken. Die Eiche steht mutig, trotzig, fest. Beugt weder das Haupt noch den Nacken. Die Erde ernst zur Eiche

Die Bergrose

Die Bergrose Hier, in luftiger Höhe, eine wilde Rose blüht, ich hab sie von Ferne gesehen und bin voll Sehnsucht erglüht. Zu ihr über Felsen und Klüfte, ein kühner Kletterer klimmt. Ich sah ihn aus fernster Nähe*, sein Auge in Tränen schwimmt. Er will sie fassen und pflücken, da greift ins Leere sein Fuß. Er

Der Brutzler

Der Brutzler Ein Maitre aus Wanne-Eickel manirierte eine fette Laus und macht zehn Filets daraus. Die Arbeit fand er nicht mal heikel. Der Gast fand sie roh und war nicht froh. Was soll er jetzt essen und sowieso. Die Filets lagen da, richtig klein, das sah jetzt auch der Maitre ein. Er nahm die Filets,

Nichts ist so alt wie die Zeitung von heute* Keine Phasen ohne Phrasen. Alles kräht: Humanität ! Humba, humba, täterä, Seiten voller Wortgeklingel. Hier schreibt euer Presseschlingel. Liefern wir ihn ans Messer ? Wären Prügel viel besser ? Humba, humba, täterä, die Presse pflegt ihr eig’nes Porträt. (c) Olaf Lüken (April 2021) * Anspielung auf: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.

Nichts ist so alt wie die Zeitung von heute* Keine Phasen ohne Phrasen. Alles kräht: Humanität ! Humba, humba, täterä, Seiten voller Wortgeklingel. Hier schreibt euer Presseschlingel. Liefern wir ihn ans Messer ? Wären Prügel viel besser ? Humba, humba, täterä, die Presse pflegt ihr eig’nes Porträt. (c) Olaf Lüken (April 2021) Anspielung auf: Nichts

Fensterträumerei

Fensterträumerei Schatten ziehen über die Felder, blau umdunstet atmen die Wälder. Die Kraniche auf ihren Flügen, gesellen sich zu Wanderzügen. An jedem Orte möcht ich liegen, mit jedem Vogel zu dir fliegen. Ich möchte reisen und auch bleiben, wie Segler durch die Lüfte treiben. Lerchen hoch in den Himmel steigen, Wanderer, die sich einzeln zeigen.

Ein Schützenverein geht ins Internet

Ein Schützenverein geht ins Internet Mitgliederschwund im Schützenverein. Wir sind nur wenige – ja ziemlich allein. Jetzt treten wir auf – im Internet, machen Werbung, ehrlich und fein. Hier können Sie lesen, druckfrisch und fett: „Wollen Sie stets alleine sein ?“ Lustig geht es zu – im Schießrevier ! Es locken Adler, Wurst und auch

Die ewige Plage mit der Waage

Heute morgen meine Fußwaage bebt, alles an mir wirkt völlig ausgelebt. Mein runder Bauch ist so gar nicht klein, ist kein Chalet, mehr ein Eigenheim. Über „100“ Kilo lautet mein Gewicht, die Füße sah ich seit zwanzig Jahren nicht. Ich bin einer, der zu viele Pfunde hat, Eva meint, es sei mein Überhangsmandat. Bin ich

Paketzusteller 2021

Paketzusteller 2021 Der Kurierfahrer ist ein armes Tier. Werden wir ihn ehrlich beklagen ? Er bringt die Pakete zu dir und mir, will seinen Lohn nicht hinterfragen. Er weint vor sich in langer Nach, wünscht sich ein Leben für die Seinen. Er lehnt sich nicht auf, weil ohne Macht. Auf Amazon soll die Sonne scheinen.

Von der Würde eines Richters

Von der Würde eines Richters Vetter Erhardt war ein kluger Richter. Ich mutierte zum gemeinen Dichter. Ein Richter, der nur verdammt, beschäidigt sein hohes Amt. Statt die Beschuldigten zu vernichten, verstand er es klug sie aufzurichten. So mancher bot ihm frech die Stirn, der Rechtsbrecher, der fidele. Mein Vetter blickte ihm tief ins Hirn, sah

Freunde (Ein Freundschaftsgedicht von Olaf Lüken)

Freunde leben oft unauffällig, stellen sich nicht ins Rampenlicht, richten auf des Freundes Seele, sind einfühlsam mit Herzenssicht. Ein Freund zeigt dir neue Wege, wenn du dich verlaufen hast, versteht mit dir zu schweigen, freut sich, wenn du Neues wagst. Er lächelt, doch belächelt dich nicht, kann zuhören, und dich verstehen, er ist ein Stern,

Angst (von Olaf Lüken)

Dunkle Gedanken über Not und Tod, bringen mich ruckzuck aus dem Lot. Ängste vor Verlust und starken Schmerzen, engen mich ein – erst recht am Herzen. Ängste sind Mittel für Diktatoren. Der Mensch allein geht schnell verloren. Zuerst verwirrt, dann verirrt – ohne Spur, wacht auf im Knast einer Diktatur. Die Machthaber gerne Ängste säen,