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    Jahreszeiten | Frühling, Sommer, Herbst, Winter



    Gedichte, Reime, Zitate, Sprüche, Aphorismen, Sprichwörter, Weisheiten – die 4 Jahreszeiten – Sommer, Herbst, Frühling und Winter.


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    Herbstgefühl

    Der große, abendrote Sonnenball
    Rutscht in den Sumpf, des Stromes schwarzen Eiter,
    Den Nebel leckt. Schon fließt die Schwäre breiter,
    Und trübe Wasser schwimmen in das Tal.

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    SMS Spruch Sommer

    Die Sonne schien mir auf das Hirn, da nahm ich mir ’n Sonnenschirm.
    Die Sonne schien mir auf den Bauch, das soll sie auch!!!

    Nach dem Regen – Gedicht von Ada Christen

    Die Vögel zwitschern, die Mücken
    Sie tanzen im Sonnenschein,
    Tiefgrüne feuchte Reben
    Gucken ins Fenster herein.

    Die Tauben girren und kosen
    Dort auf dem niedern Dach,
    Im Garten jagen spielend
    Die Buben den Mädeln nach.

    Es knistert in den Büschen,
    Es zieht durch die helle Luft
    Das Klingen fallender Tropfen,
    Der Sommerregenduft.

    Ada Christen (1839-1901)

    Im Sommer von Wilhelm Busch

    In Sommerbäder
    Reist jetzt ein jeder
    Und lebt famos.
    Der arme Dokter,
    Zu Hause hockt er
    Patientenlos.

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    Sommergarten

    Die Vögel sprangen von den Winden auf den Garten
    Und fielen auf die hellen Rasenbeete,
    Betäubt vom Duft der blühenden Stakete
    Am weißen Haus mit vierzehn Rosenarten.

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    Wenn im Sommer

    Wenn im Sommer der rote Mohn
    wieder glüht im gelben Korn,
    wenn des Finken süßer Ton
    wieder lockt im Hagedorn,
    wenn es wieder weit und breit

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    Buß-Gedanken bei grosser Hitze

    Wo soll ich fliehen hin daß ich im Schatten sitze?
    Es brennt des Höchsten Zorn mit angeflammter Hitze
    Den von Gerechtigkeit und Unschuld-blossen Geist
    Der Thränen aus dem Aug und Blutt vom Hertzen schweist.
    Kein Kürbiß-Blat beschirmt mich nicht
    Wenn dieser Sonne Feuer sticht
    Kein dunckler Wald noch düstre Höle
    Kühlt oder birgt die matte Seele.

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    Blühende Bäume – ein Baumgedicht

    Blühende Bäume

    Was singt in mir zu dieser Stund
    Und öffnet singend mir den Mund,
    Wo alle Äste schweigen
    Und sich zur Erde neigen?

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    Luft und Licht sind die Liebhaber der Blumen

    Luft und Licht sind die Liebhaber der Blumen,
    aber das Licht ist der Begünstigte.
    Zum Licht wenden sie sich, verschwindet es,
    so rollen sie ihre Blätter zusammen und schlafen in der Umarmung der Luft ein.

    Hans Christian Andersen

    Mittsommernacht

    Durchs Gewölk die Sterne lauschen,
    Und der Lilie Duft erwacht;
    Willst du mich, wie sonst, berauschen,
    Dunkelschwüle Sommernacht?

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    Ostern – Ostergedicht, Gedicht von Achim von Arnim

    Vom Erdenstaub zu reinen, blauen Lüften
    Dringt weit der Blick in ersten Frühlingstagen,
    Und höher steigt der mächt’ge Sonnenwagen,
    Die Erde sehnt nach Blättern sich und Düften,
    Und heilige Geschichten uns dann sagen
    Was sich geahnet in des Herzens Klüften.
    Er ist erstanden aus den Todesgrüften,
    Und wie vergebens war der Menschen Zagen,
    Ja so ersteht die Welt der Himmelsgaben
    Mit jedem Jahre neu, die Knospen brechen,
    Und nichts ist unsrer Liebe zu erhaben,
    Sie gibt uns alles in den Wonnebächen,
    Die nach dem Eisgang Flur und Aug‘ durchgraben,
    Das Unsichtbarste will zum Lichte sprechen.

    Achim von Arnim (1781-1831)

    Vom Eise befreit sind Strom und Bäche… Gesicht zu Ostern von Goethe

    Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
    Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
    Im Tale grünet Hoffnungsglück;
    Der alte Winter, in seiner Schwäche,
    Zog sich in raue Berge zurück.

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