Willst du dich ganz zurücke ziehen,Du kannst dir selber nicht entfliehen;Willst du selbsteigen andre führen,Du mußt mit Schöpfungskraft regieren Ganz unbemerkt und ohne Plan,Ein jeder Augenblick macht Bahn:In schlechter Zeit tu nur, was recht,Dir ist dann diese Zeit nicht schlecht. Achim von Arnim
Viel Fahnen sind verloren,Doch eine ist erkoren,Sie schwebt noch obenaufUnd zeigt der Stürme Lauf. So steht die Wetterfahne,Dass sie uns all‘ ermahneZu steter WachsamkeitIn Leid und auch in Freud‘! Sie drehet sich geschwindeUnd steht doch fest im Winde,Es spielet drin der WindWie ein unartig Kind. Er kommt nicht, wenn wir glauben,Doch steht die Fahn‘ im
Alle die Blumen sind ohne Harm.Nur die rote Rose nicht, sie sticht !Sticht, wie die liebe Sonne so warm,Mai ist ohne die Rose nur arm,Mai ist ohne die Rose nur Qual –Ihr stillen Gründe, du einsam Tal. Achim von Arnim (1781-1831)
Mitten im Garten istEin schönes Paradies,Ist so schön anzusehn,Daß ich möcht‘ drinnen gehn. Als ich im Gärtlein war,Nahm ich der Blümlein wahr,Brach mir ein Röselein,Das sollt mein eigen sein. Das Röslein glänzt so fein,Wie Gold und EdelsteinWar so fein übergüldt,Daß es mein Herz erfüllt. Ich nahm das Röslein fein,Schloß es ins Kämmerlein,Stellt es an einen
Nimm dir Zeit zum Glücklichsein,es ist die Quelle der Kraft.Nimm dir Zeit zum Spielen,es ist das Geheimnis der Jugend.Nimm dir Zeit zum Lesen,es ist der Ursprung der Weisheit. Achim von Arnim
Vom Erdenstaub zu reinen, blauen LüftenDringt weit der Blick in ersten Frühlingstagen,Und höher steigt der mächt’ge Sonnenwagen,Die Erde sehnt nach Blättern sich und Düften,Und heilige Geschichten uns dann sagenWas sich geahnet in des Herzens Klüften.Er ist erstanden aus den Todesgrüften,Und wie vergebens war der Menschen Zagen,Ja so ersteht die Welt der HimmelsgabenMit jedem Jahre neu,