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    Stunden



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    24 Stunden

    Früher dauerte ein Tag noch einen ganzen Tag,
    heute nur noch 24 Stunden!

    Das Wasser des ewigen Lebens

    Offenb. 22, 1

    Und er zeigte mir einen lautern Strom des
    lebendigen Wassers, klar wie Kristall,
    der ging von dem Stuhl Gottes
    und des Lammes.

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    Karwoche – Gedicht von Karl von Gerok

    Sei mir gegrüßt, o stille Woche,
    Voll Schwermut und voll Seligkeit,
    Wo von des Todes bittrem Joche
    Die Liebe sterbend uns befreit!
    Wie ernst, mit heilger Todesmahnung,
    Und doch wie gnadenreich und mild,
    Voll zauberischer Frühlingsahnung
    Betrittst du wieder mein Gefild!

    Noch birgt in leichten Wolkenschleiern
    Die Frühlingssonne das Gesicht,
    Dass nur verstohlen, matt und bleiern
    Ihr schwüler Strahl den Flor durchbricht;
    Noch feiert sie die heilgen Stunden,
    Da überm Kreuz auf Golgatha
    Man trauernd ob des Heilands Wunden
    Ihr Angesicht erbleichen sah.

    Wohl duftet schon manch süßes Veilchen
    Verborgen am besonnten Hain,
    Doch hüllt es schüchtern noch ein Weilchen
    Sein Haupt in zarte Blätter ein;
    Wohl säumen lichtgrün sich die Hecken,
    Doch muss noch nackt und unbelaubt
    Mein Rosenstrauch die Zweige strecken
    – – Zum Dornenkranz um Jesu Haupt.

    Schon zwitschert hier und dorten leise
    Ein Vögelein aus weicher Brust,
    Und girrt die alte süße Weise
    Von Frühlingswonn und Liebeslust;
    Doch plötzlich stockt sein holdes Locken,
    Womit es um sein Bräutchen wirbt,
    Dumpf mahnen die Karfreitagsglocken:
    Der Herr der Kreaturen stirbt!

    Wohl stünden schon die längern Tage:
    Der goldne Sommer ist nicht weit;
    Doch steht noch Tag und Nach in Wage,
    Noch Finsternis und Licht im Streit,
    Doch sinkt mit heilgen Dämmerungen
    Ein stiller Abend noch herab,
    Und lädt zu tiefern Anbetungen
    An Jesu Kreuz und Jesu Grab.

    Und steigt mit friedlicher Geberde
    Der Mond herauf in blauer Höh,
    Dann dünkt mich rings die weite Erde
    Ein Garten von Gethsemane;
    Und weht der Nachtwind von den Hügeln,
    Dann mahnt michs wie die Abendluft,
    Die feierlich mit Engelsflügeln
    Umsäuselte des Heilands Gruft.

    Und doch in stillen Grabesklüften
    Regt sichs von neuem Leben schon,
    Und doch hohen Himmelslüften
    Erklingts wie ferner Harfenton,
    Dort stimmen schon zu Osterpsalmen
    Die Engel ihrer Saiten Klang,
    Und schwingen grüßend ihre Palmen
    Dem Auferstandnen zum Empfang.

    Drum kann das Kindlein kaum erwarten
    Das rosenfarbne Osterkleid,
    Drum hält schon Wiese, Wald und Garten
    Den bunten Frühlingsschmuck bereit;
    Drum heb auch du aus Gram und Sorgen,
    Gebeugte Seele, dein Gesicht
    Und hoffe, dass ein Ostermorgen
    Aus dem Karfreitagsdunkel bricht!

    Karl von Gerok

    Du wirst mich niemals

    Du wirst mich niemals
    in Flip-Flops und Schlabberhosen sehen.
    Ich bin Lady Gaga, 24 Stunden täglich!

    Lady GaGa

    Wir Geschäftigen

    Du sagtest jüngst: wir wären allzuträge,
    Und unbeschäftigt flössen unsre Stunden,
    Seitdem die Lieb‘ uns schlug mit süßen Wunden.
    Das ist nicht wahr, du bist auf falschem Wege.

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    In der Neujahrsnacht

    Die Fackel sinkt – das Grab ist offen,
    Im Tode ringt das alte Jahr;
    Ein neues bringt mit neuem Hoffen
    Im flücht’gen Tanz der Horen Schar.

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    Trost

    Treu unserm Bunde,
    Zu jeder Stunde
    Aus Herzensgrunde
    Gedenk‘ ich dein!
    O, laß das Wähnen
    Und all das Sehnen
    Im Leid der Tränen,
    Vielliebchen mein!

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    An den Mond

    Lieber Mond, du scheinest wieder
    In mein stilles Thal hernieder;
    Aber ach! mein Auge weint
    Um den fernen Herzensfreund!

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    Unsere größten Erlebnisse

    Unsere größten Erlebnisse sind nicht unsere lautesten,
    sondern unsere stillsten Stunden.

    Jean Paul

    Zeit und Ewigkeit

    Zur Stunde düstrer Mitternacht/
    Wenn alles schläfft/ mein Auge wacht/
    Erweg‘ ich/ wie die Zeit wegeilt/
    Die unser kurtzes Leben theilt.

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    Ein Teil des Lebens geht zu Grunde

    Ein Teil des Lebens geht zu Grunde,
    so oft eine Stunde verschleudert wird.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

    Menschliche Trauer

    Die Uhr, die vor der Sonne fünfe schlägt –
    Einsame Menschen packt ein dunkles Grausen.
    Im Abendgarten morsche Bäume sausen;
    Des Toten Antlitz sich am Fenster regt.

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