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Sprüche, Gedichte, Zitate

So oder so

Die handeln und die dichten, Das ist der Lebenslauf, Der eine macht Geschichten, Der andre schreibt sie auf. Und der will beide richten; So schreibt und treibt sichs fort, Der Herr wird alles schlichten, Verloren ist kein Wort. Joseph Freiherr von Eichendorff

Weihnachten (Gedicht von Joseph Freiherr von Eichendorff)

Markt und Straßen stehn verlassen,Still erleuchtet jedes Haus,Sinnend geh‘ ich durch die Gassen,Alles sieht so festlich aus. An den Fenstern haben FrauenBuntes Spielzeug fromm geschmückt,Tausend Kindlein stehn und schauen,Sind so wunderstill beglückt. Und ich wandre aus den MauernBis hinaus ins weite Feld,Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!Wie so weit und still die Welt! Sterne hoch die Kreise

Schneeglöckchen (Joseph Freiherr von Eichendorff)

S‘ war doch wie ein leises Singen in dem Garten heute Nacht, wie wenn laue Lüfte gingen: „Süße Glöcklein, nun erwacht, denn die warme Zeit wir bringen, eh’s noch jemand hat gedacht.“ – s‘ war kein Singen, s‘ war ein Küssen, rührt die stillen Glöcklein sacht, dass sie alle tönen müssen von der künft’gen bunten