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Sprüche, Gedichte, Zitate

Des fremden Kindes heiliger Christ – Gedicht von Friedrich Rückert (1788-1866)

Es lauft ein fremdes KindAm Abend vor WeihnachtenDurch eine Stadt geschwind,Die Lichter zu betrachten,Die angezündet sind. Es steht vor jedem HausUnd sieht die hellen Räume,Die drinnen schaun heraus,Die lampenvollen Bäume;Weh wird’s ihm überaus. Das Kindlein weint und spricht:„Ein jedes Kind hat heuteEin Bäumchen und ein LichtUnd hat dran seine Freude,Nur bloß ich armes nicht. An

Zum neuen Heime – Glückwunschgedicht zum neuen Haus, zum Einzug von Friedrich Rückert (1788-1866)

Zum neuen Heime wünschen wir,dass ihr glücklich und zufrieden seid.Zu eurem Einzug haben hierzwei Gaben wir bereit:Das Brot, es gehe niemals aus,und Salz, das würze jeden Schmaus,solange ihr hier weiltund euer Brot mit guten Freunden teilt.Solange ihr habt Salz und Brotbleibt ferne von euch alle Not. Friedrich Rückert (1788-1866)

Nicht der Mensch hat am meisten gelebt

Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat. Friedrich Rückert (1788 – 1866)

Trostlied für den Bauherrn – Gedicht von Friedrich Rückert (1788-1866)

Wie manche Kunst, man sagts nicht aus,muss helfen, um zu baun ein Haus!Die Kunde hab ich erst gewonnen,nachdem ich eins zu baun begonnen.Zusammen wirkt da jede Zunft,als ständ im Weltbau Weltvernunft;und wie sie durcheinanderrennen,scheint jeder seinen Platz zu kennen.Wie dieser dies und jener dasund jeder tut, ich weiß nicht was,muss ich sie nur gewähren lassenund