Das Schicksal ist ein Wirbelwind
Das Schicksal ist ein Wirbelwind,
ein armes Blatt das Menschenkind.
Er treibt’s zu Tal, er hebt’s zum Hügel -
das Blättchen rühmt sich seiner Flügel!
Hieronymus Lorm
Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate
Das Schicksal ist ein Wirbelwind,
ein armes Blatt das Menschenkind.
Er treibt’s zu Tal, er hebt’s zum Hügel -
das Blättchen rühmt sich seiner Flügel!
Hieronymus Lorm
Wenn es beginnt zu tagen, die Erde dampft und blinkt,
die Vögel lustig schlagen, dass dir dein Herz erklingt:
Da mag vergehn, verwehen das trübe Erdenleid,
da sollst du auferstehen in junger Herrlichkeit!
Joseph von Eichendorff
O Menschenherz, was ist Dein Glück?
Ein rätselhaft geborener und, kaum gegrüßt,
verlorener unwiederholbarer Augenblick.
Nikolaus Lenau
Lieber Weihnachtsmann
zünd die Lichtlein an,
an dem Tannenbaum,
mit Gold und Silberschaum.
Nüsse und Konfekt,
hab’ ich schon entdeckt.
Autor unbekannt
Der Tod ist unser Trost und, ach!, auch unser Leben,
er ist des Lebens Ziel, das wir voll Hoffnung sehn,
er kann, ein Zaubertrank, berauschen und erheben,
dass wir mit neuem Mut der Nacht entgegengehn.
Charles Baudelaire
Eine unsichtbare Welt bahnt sich um uns.
Alles scheint friedlich und hell,
doch enttäuscht ist man schnell.
Schau‘ mal schnell aus dem Fenster raus,
und sag‘ siehst auch du all den Graus?
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Die Menschen, die nach Ruhe suchen,
die finden Ruhe nimmermehr,
weil sie die Ruhe, die sie suchen,
in Eile jagen vor sich her
Wilhelm Müller
Was der Augenblick geboren,
schlang der Augenblick hinab!
Aber ewig bleibt es unverloren,
was das Herz dem Herzen gab.
Adalbert Stifter
Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.
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Noch ein Jahr mit Dir,
das wünsch ich mir.
Am schönsten wär gar ein Jahrzehnt,
das ist es, wonach es mich sehnt.
Autor unbekannt
Sei immer froh gestimmt und munter,
und lass der Sonne ihren Lauf,
am Abend geht sie eben unter,
am Morgen jedoch wieder auf.
Vier Reize, die vergehen nie
im viel bewegten Weltgetriebe
der Reiz der Jugend und der Liebe,
des Frühlings und der Poesie!
Nur vorwärts frisch und frei den Blick,
darfst ihn nicht trübe senken;
dir wird beschieden dein Geschick,
doch - selber kannst du’s lenken.
Wilhelm Hasenclever
Sei froh und übe dich im Lachen,
denn Lachen, das tut gut.
Lass dir kein X für ein U vormachen,
sei immer auf der Hut!
Autor unbekannt
Biederherz, der brave Junge,
Hört, daß von ‘ner bösen Zunge
Schlimm sein Freund verläumdet sey,
Läuft zu dem in Zornes Drange,
Klingelt nicht — das währt zu lange,
Schlägt das Fenster ihm entzwei.
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