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    Glanz



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    Bäume leuchtend, Bäume blendend

    Bäume leuchtend, Bäume blendend,
    Überall das Süsse spendend.
    In dem Glanze sich bewegend,
    Alt und junges Herz erregend –
    Solch ein Fest ist uns bescheret.
    Mancher Gaben Schmuck verehret;
    Staunend schaun wir auf und nieder,
    Hin und Her und immer wieder.

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    Wer sich seinen Glanz

    Wer sich seinen Glanz von außen holt,
    bei dem ist’s gewöhnlich inwendig dunkel

    August von Kotzebue

    Steht ein Freund dir liebreich noch zur Seite

    Steht ein Freund dir liebreich noch zur Seite,
    reich ihm brüderlich die treue Hand.

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    Am heiligen Abend – Gedicht von Karl von Gerok

    O heiliger Abend,
    mit Sternen besät,
    wie lieblich und labend
    dein Hauch mich umweht!
    Vom Kindergetümmel,
    vom Lichtergewimmel
    aufschau ich zum Himmel
    in leisem Gebet.

    Da funkelt von Sternen
    ein himmlischer Baum,
    da jauchzt es im fernen,
    ätherischen Raum;
    da lassen die Sphären
    in seligen Chören
    glückwünschend sich hören;
    mir klingt’s wie im Traum.

    Es führet mit Feuer
    Orion den Chor,
    die himmlische Leier
    töt golden hervor;
    dann folgen mit Schalle
    die Sternelein alle;
    dem lieblichsten Halle
    lauscht selig mein Ohr:

    „O Erde, du kleine,
    du dämmernder Stern,
    doch gleichet dir keine
    der Welten von fern!
    So schmählich verloren,
    so selig erkoren,
    auf dir ist geboren
    die Klarheit des Herrn!“

    „Wir wandeln da oben
    im ewigen Licht,
    den Schöpfer zu loben
    ist selige Pflicht;
    wir wallen und wohnen
    seit vielen Äonen
    und himmlischen Thronen
    und sündigen nicht.“

    „Wir funkeln im alten
    urewigen Glanz,
    du hast nicht behalten
    den himmlischen Kranz;
    doch neu dich zu heben
    vom Tode zu Leben,
    hat dir sich ergeben
    der Ewige ganz!“

    „Wir kennen nicht Tränen,
    nicht Tod und nicht Grab,
    doch ziehet ein Sehnen
    zu dir uns hinab,
    wo liebend gelitten,
    wo segnend geschritten
    durch niedrige Hütten
    dein göttlicher Knab‘.“

    „Du unter den Welten
    wie Bethlehem klein,
    in himmlischen Zelten
    gedenket man dein.“
    So klangen die Lieder
    der Sterne hernieder,
    da freut ich mich wieder,
    von Erde zu sein.

    Karl von Gerok

    Blumen und Sterne

    Sterne sind Blumen am Himmelsazur,
    Blumen sind Sterne der irdischen Flur,
    Sterne am Himmel und Blumen im Land,
    Beide gesät von allmächtiger Hand.

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    Der Rosenkranz

    An des Beetes Umbuschung
    brach sie Rosen zum Kranz,
    feurig prangte die Mischung
    rings im tauigen Glanz.
    Ros’ auf Ros’ in das Körbchen sank,
    purpurrot und wie Silber blank.

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    Ein Rosentag

    Rose, du, am schwanken Strauch,
    kaum erblüht, entblättert auch.

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    Zu Weihnachten – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Victor Blüthgen

    Das ist der liebe Weihnachtsbaum.
    Ja solch ein Baum!
    Der grünt bei Schnee, der glänzt bei Nacht
    wie die himmlische Pracht,
    trägt alle Jahre seine Last,
    Äpfel und Nüsse am selben Ast,
    Zuckerwerk obendrein –
    so müssten alle Bäume sein!
    Nun hat ihn gebracht der Weihnachtsmann,
    drei Kinder steh’n und seh’n ihn an.
    Das erste spricht:
    „Der ist doch Weihnacht das Schönste, nicht?“
    Das andre: „Woher an Äpfeln und Nüssen
    Gold und Silber wohl kommen müssen?
    Ich denk mir, das Christkind fasste sie an,
    gleich war Gold oder Silber dran.“
    Das dritte: „Christkind müßte einmal
    den ganzen Wald so putzen im Tal;
    dann würde gleich aller Schnee zergeh’n,
    und dann – das gäb ein Spazierengeh’n!“

    Victor Blüthgen

    Im Tanz

    Hörst du die Geigen,
    Sie rufen zum Reigen,
    Sie rufen zum Tanz.

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    Die stille Träne

    Die Träne, ach, die stille,
    Nur sie, sie brennet heiß,
    In ihr wohnet der Wille:
    »Daß niemand davon weiß â€“ «

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    Grüner Kranz mit roten Kerzen, Lichterglanz in allen Herzen. Nun ist heilig Abend nicht mehr fern, ach wie hab ich dich doch gern!

    Grüner Kranz mit roten Kerzen,
    Lichterglanz in allen Herzen.
    Nun ist heilig Abend nicht mehr fern,
    ach wie hab ich dich doch gern!

    Der Gang der Liebenden

    Sie wandeln Hand in Hand auf den verschlungnen toten Wegen
    Des späten Sommers blasser Sonne nach,
    Und treten sich wie in der Mainacht einst zu kurzem Spiel entgegen,
    Doch ruft ihr karges Lächeln nicht der stummen Vögel Stimmen wach.

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