Der Toten Geister seid ihr, die zum Flusse, Zum überladnen Kahn der Wesenlosen Der Bote führt. Euer Rufen hallt im Tosen Des Sturms und in des Regens wildem Gusse.
Schon hängen die Lampions wie bunte Trauben An langen Schnüren über kleinen Beeten, Den grünen Zäunen, und von den Staketen Der hohen Bohnen leuchtend in die Lauben.
Und die Liebe brach auf, wie ein Sturm, wie das Licht, wie das Meer Aus der Tiefe sprang’s auf, herzzwingend kam’s über sie her, Und sie sanken dahin, wie sinkt von den Sicheln das Feld Tiefgebeugt, Mund an Mund, von dem Bogen des Gottes gefällt. Georg Heym
Einsam wandle ich Unter dem Fittich der Nacht Durchs Dickicht des verschneiten Walds Und leise Flocken taumeln sacht Und hüllen die dunkelnde Erde ein.
Ich lag die Nacht in halbem Traum Zwischen Schlafen und Wachen Und wußt es kaum. Vor meinen Augen ging ein Tanz Seltsamer Bilder auf und ab, Und längst Verstorbne ließ das Grab.