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    Victor Blüthgen



    Zitate, Gedichte, Texte von Viktor Blüthgen (1844 – 1920) deutscher Schriftsteller.


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    Leg’s dem Leben nicht zur Last

    Leg’s dem Leben nicht zur Last,
    dünkt sein Wert dir Plunder!
    Wenn du Märchenaugen hast,
    ist die Welt voll Wunder.

    Victor Blüthgen

    Zwei Wurzeln aller Tugend

    Zwei Wurzeln aller Tugend muss ich loben:
    Mitleid nach unten, Pietät nach oben.

    Victor Blüthgen

    Kannst du nicht wie der Adler fliegen

    Kannst du nicht wie der Adler fliegen,
    klettre nur Schritt für Schritt bergan;
    wer mit Mühe den Gipfel gewann,
    hat auch die Welt zu Füßen liegen.

    Victor Blüthgen

    Bekenne dich mutig zu dir selbst

    Bekenne dich mutig zu dir selbst,
    das steht dir besser als Täuschen und Zwingen.
    Im Grunde verlangt kein Mensch von dir,
    dass du sollst über dich selber springen.

    Victor Blüthgen

    Predige Weisheit lang und breit

    Predige Weisheit lang und breit,
    wer folgt ihren Pfaden?
    Auf Erden wird kein Mensch gescheit,
    außer durch eigenen Schaden.

    Victor Blüthgen

    Zu Weihnachten – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Victor Blüthgen

    Das ist der liebe Weihnachtsbaum.
    Ja solch ein Baum!
    Der grünt bei Schnee, der glänzt bei Nacht
    wie die himmlische Pracht,
    trägt alle Jahre seine Last,
    Äpfel und Nüsse am selben Ast,
    Zuckerwerk obendrein –
    so müssten alle Bäume sein!
    Nun hat ihn gebracht der Weihnachtsmann,
    drei Kinder steh’n und seh’n ihn an.
    Das erste spricht:
    „Der ist doch Weihnacht das Schönste, nicht?“
    Das andre: „Woher an Äpfeln und Nüssen
    Gold und Silber wohl kommen müssen?
    Ich denk mir, das Christkind fasste sie an,
    gleich war Gold oder Silber dran.“
    Das dritte: „Christkind müßte einmal
    den ganzen Wald so putzen im Tal;
    dann würde gleich aller Schnee zergeh’n,
    und dann – das gäb ein Spazierengeh’n!“

    Victor Blüthgen




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