Und ob der Maien stürmen will Mit Regenguß und Hagelschlag, Wie ein verspäteter April: Er hat doch einen schönen Tag.Hat einen Tag, der schlimme Mai, Viel lieber als das ganze Jahr,
Das Jahr geht um, Der Faden rollt sich sausend ab. Ein Stündchen noch, das letzte heut, Und stäubend rieselt in sein Grab, Was einstens war lebend’ge Zeit. Ich harre stumm.
Still ist die Nacht; in seinem Zelt geborgen,der Schriftgelehrte späht mit finstren Sorgen,wann Judas mächtiger Tyrann erscheint;den Vorhang lüftet er, nachstarrend langedem Stern, der gleitet über Äthers Wange,wie Freudenzähre, die der Himmel weint. Und fern vom Zelte über einem Stalle,da ist’s, als ob aufs nied’re Dach er falle;in tausend Radien sein Licht er gießt.Ein Meteor,
An meine Mutter So gern hätt‘ ich ein schönes Lied gemacht Von Deiner Liebe, deiner treuen Weise; Die Gabe, die für andre immer wacht, Hätt‘ ich so gern geweckt zu deinem Preise.