Treue im Kleinsten
macht die Treue dir leicht im Großen.
Johann Kaspar Lavater
Sprüche, Gedichte, Texte, Zitate – Sammlung
Umweht von Maiduft,
unter des Blütenbaums Helldunkel
sehn wir Abendgewölk’ verglüh’n,
des vollen Mond’s Aufgang erwartend
und Philomelengesäng’ im Talbusch.
Wer sich nicht selbst helfen will,
dem kann niemand helfen.
Johann Heinrich Pestalozzi
Du wirst immer finden, dass wer viel in Not und Sorgen war,
mehr ist, mehr kann und mehr wird, als die Menschen ohne Sorgen.
Johann Heinrich Pestalozzi
Ein Traum, ein Traum ist unser Leben auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wogen schweben und schwinden wir.
Und messen unsere trägen Tritte nach Raum und Zeit,
und sind (und wissen’s nicht) in Mitte der Ewigkeit.
Johann Gottfried Herder
Wer im Frühling nicht säet,
wird im Sommer nicht ernten,
im Herbst und Winter nicht genießen;
er trage sein Schicksal.
Johann Gottfried von Herder
Kann eine von der Liebe bereitete Mahlzeit jemals
unschmackhaft sein?
Jean-Jacques Rousseau
Die Unabhängigkeit und Freiheit der Menschen
beruht weniger auf der Kraft der Arme
als auf der Mäßigung der Herzen
Jean-Jacques Rousseau
Der fromme Damon dauert mich
Von ganzem Herzen;
Er härmt sich ab, und kümmert sich
Mit Liebesschmerzen.
Wie Sommerrosen welkt er hin:
Doch weinen kann ich nur um ihn.
Bald ist die Winternacht dahin,
Die kalten Nebelwolken fliehn,
Und heller lacht die Sonne.
Bald weckt der Lenz in Hain und Flur
Die starre, schlummernde Natur
Zu langentbehrter Wonne.
Der Abend wallt, mit süßer Ruh,
Von Taugewölken nieder;
Die bunte Tulpe schließt sich zu,
Der Hain vergißt der Lieder.
Nur von beglückter Liebe singt
Noch meine Philomele,
Und ach! ein Sehnsuchtsseufzer dringt
Mir schmachtend aus der Seele.