Umweht von Maiduft, unter des Blütenbaums Helldunkel sehn wir Abendgewölk’ verglüh’n, des vollen Mond’s Aufgang erwartend und Philomelengesäng’ im Talbusch.
Du wirst immer finden, dass wer viel in Not und Sorgen war, mehr ist, mehr kann und mehr wird, als die Menschen ohne Sorgen. Johann Heinrich Pestalozzi
Ein Traum, ein Traum ist unser Leben auf Erden hier. Wie Schatten auf den Wogen schweben und schwinden wir. Und messen unsere trägen Tritte nach Raum und Zeit, und sind (und wissen’s nicht) in Mitte der Ewigkeit. Johann Gottfried Herder
Der fromme Damon dauert mich Von ganzem Herzen; Er härmt sich ab, und kümmert sich Mit Liebesschmerzen. Wie Sommerrosen welkt er hin: Doch weinen kann ich nur um ihn.
Bald ist die Winternacht dahin, Die kalten Nebelwolken fliehn, Und heller lacht die Sonne. Bald weckt der Lenz in Hain und Flur Die starre, schlummernde Natur Zu langentbehrter Wonne.
Der Abend wallt, mit süßer Ruh, Von Taugewölken nieder; Die bunte Tulpe schließt sich zu, Der Hain vergißt der Lieder. Nur von beglückter Liebe singt Noch meine Philomele, Und ach! ein Sehnsuchtsseufzer dringt Mir schmachtend aus der Seele.