Mein Seelenvogel kommt angeflogen und führt mich über ein Tränental. Dreitausend Seelen sehe ich, ungelogen, ihre Gesichter bleich, starr und aschfahl. Vielleicht war ich als Vogel da, in einem früheren Leben. Als Kind liebte ich die Krähenschar und ihre Sicht des Gebens. Meine Seele will ewig fliegen, wenn sie sich nachts vom Bett entfernt. Wo
Im Traume schaut mein Auge manchmal Wunder, Die aus der schwarzen Nacht wie weiße Wolken gehn, Und plötzlich, die Gewande weitweg werfend, Als lichte Engel um mein einsam Lager stehn.
Ein Traum, ein Traum ist unser Leben auf Erden hier. Wie Schatten auf den Wogen schweben und schwinden wir. Und messen unsere trägen Tritte nach Raum und Zeit, und sind (und wissen’s nicht) in Mitte der Ewigkeit. Johann Gottfried Herder
Über die verhüllten Abendhügel Steigen schon die ersten Sterne her, Einmal rührt der Wind noch seine Flügel, Alles schweigt und träumt, nun träumt auch er.