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Sprüche, Gedichte, Zitate

Der stille Garten

Mir blüht ein stiller Garten Im schattiggrünen Grund, Der Blumen da zu warten, Vergnügt mich manche Stund; Wird mir mein Haus zu enge, Der Tag zu trüb und grau: Flücht‘ ich aus dem Gedränge In seine Friedensau.

Der Buchfink | Gedicht von Heinrich Seidel

In den grünen BuchenhallenWandre ich vergnügt und froh,Und von allen Wipfeln schallenHör ichs ebenso,Ueberall nur ein Getön:„Trallala, die Welt ist schön!“ Giebt es Kummer? Giebt es Sorgen?Ach, ich weiss es gar nicht mehr,Schreit ich so am FrühlingsmorgenFrisch und froh daher,Wenn es klingt vom grünen Zelt:„Trallala; schön ist die Welt!“ Ja, die kleinen klugen FinkenSind der

Das Huhn und der Karpfen | Gedicht von Heinrich Seidel

Auf einer MeiereiDa war einmal ein braves Huhn,Das legte, wie die Hühner thun,An jedem Tag ein EiUnd kakelte,Mirakelte,Spektakelte,Als obs ein Wunder sei!Es war ein Teich dabei,Darin ein braver Karpfen sassUnd stillvergnügt sein Futter frass,Der hörte das Geschrei:Wies kakelte,Mirakelte,Spektakelte,Als obs ein Wunder sei! Da sprach der Karpfen: „Ei!Alljährlich leg ich ne MillionUnd rühm mich des mit

Liebe und Gegen-Liebe

Worzu dient so süsses Blicken/ Wenn du bist in nichts verliebt? Ists/ daß unser Seufftzer-schicken Cloris dir Vergnügen giebt? Zwar offt heist das Hertze geben Sich begeben seiner Ruh/ Doch wer immer frey will leben/ Bringt sein Leben übel zu.