Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene, Die in der Blätter keuschen Busen sinkt, Und milden Tau und süßen Honig trinkt, Doch lebt ihr Glanz und bleibet ewig grüne. So singt mein tiefstes Freudenlied, Ach meine Rose blüht!
Die Abendwinde wehen, Ich muß zur Linde gehen, Muß einsam weinend stehen, Es kommt kein Sternenschein; Die kleinen Vöglein sehen Betrübt zu mir und flehen,
Auf Dornen oder Rosen hingesunken? – – Ob leiser Atem von den Lippen fließt – – Ob ihr der Krampf den kleinen Mund verschließt – – Kein Öl der Lampe? – oder keinen Funken? –
Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene, Die in der Blätter keuschen Busen sinkt, Und milden Tau und süßen Honig trinkt, doch lebt ihr Glanz und bleibet ewig grüne. So singt mein tiefstes Freudenlied, Ach meine Rose blüht!
Dein Lied erklang, ich habe es gehöret Wie durch die Rosen es zum Monde zog. Den Schmetterling, der bunt im Frühling flog Hast du zur frommen Biene bekehret.
O liebliche! wie schön bist Du erstanden! Die Rose in sich selbst so tief verglühet Ist hoch in Dir, Du Lilie erblühet In der sich Form und Inhalt schön verbanden.
Mitten im Garten istEin schönes Paradies,Ist so schön anzusehn,Daß ich möcht‘ drinnen gehn. Als ich im Gärtlein war,Nahm ich der Blümlein wahr,Brach mir ein Röselein,Das sollt mein eigen sein. Das Röslein glänzt so fein,Wie Gold und EdelsteinWar so fein übergüldt,Daß es mein Herz erfüllt. Ich nahm das Röslein fein,Schloß es ins Kämmerlein,Stellt es an einen