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    Gedichte – lange Reime, Gedicht, Reim – lang



    Lange Gedichte zum Vortragen zur Hochzeit, Geburtstag, Taufe ua, wie Liebe, Vermissen


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    Hoffnung von Emanuel Geibel

    Und dräut der Winter noch so sehr
    Mit trotzigen Gebärden,
    Und streut er Eis und Schnee umher,
    Es muss d o c h Frühling werden.

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    Lass mich einmal eine Nacht

    Lass mich einmal eine Nacht
    Ohne böse Träume schlafen,
    Der du mich aufs Meer gebracht,
    Führ mich in den lichten Hafen!

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    Ich denk an dich. Wie wilder Wein den Baum

    Ich denk an dich. Wie wilder Wein den Baum
    sprießend umringt, mit breiten Blättern hängen
    um dich meine Gedanken, daß man kaum
    den Stamm noch sieht unter dem grünen Drängen.

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    Geliebter, mein Geliebter, wenn ich denk

    Geliebter, mein Geliebter, wenn ich denk
    vor einem Jahr Da saß ich noch wie eh,
    und deine Fußspur war noch nicht im Schnee,
    und rings das Schweigen war noch ungelenk,

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    Vergißmeinnicht

    Als der Frühling sich vom Herzen
    Der erblühten Erde riß,
    Zog er noch einmal mit Schmerzen
    Durch die Welt, die er verließ.

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    Martin ist ein guter Mann

    Martin ist ein guter Mann
    hilft wo er nur helfen kann.
    Sieht die Not der Armen
    und lässt sich erbarmen.
    So wie Martin möchte ich sein,
    dass sich andere mit mir freun.
    St. Martin ist ein Reiter

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    Über meinen gestrigen Traum

    Wie kam ich gerade auf ein Gestirn?
    Du sagst: Ich stöhnte träumend ganz laut.
    Vielleicht steigt die Phantasie ins Hirn,
    Wenn der Magen verdaut.

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    Zwischen Raubvögeln

    Wer hier hinabwill,
    wie schnell
    schluckt den die Tiefe!
    – Aber du, Zarathustra,
    liebst den Abgrund noch,
    tust der Tanne es gleich? –

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    Am Ufer des Stromes

    Graulockig ein Mann und ein blonder Kam’rad
    Spazieren an fließenden Wassers Gestad’;
    Der Ältere kehrt sich zum Jungen und spricht:
    “Was schneidest du für ein betrübtes Gesicht?”

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    Deine Rosen an der Brust

    Deine Rosen an der Brust
    sitz ich unter fremden Menschen,
    laß sie reden, laß sie lärmen,
    jung Geheimnis tief im Herzen.

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    Die Rose blüht

    Die Rose blüht,
    und lacht vor andern Rosen,
    Mit solcher Huld,
    und Liebesmildigkeit,
    Daß gern mein Sinn sich
    zu der Pflicht erbeut,

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    Herbst

    Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
    als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
    sie fallen mit verneinender Gebärde.

    Und in den Nächten fällt die schwere Erde
    aus allen Sternen in die Einsamkeit.

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