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Sprüche, Gedichte, Zitate

Der Kaffeeküche süßer Duft

Der Kaffeeküche süßer Duftentrückt mein Herz mit zarten Wonnen,doch das Werk das lang begonnen,nach meiner Hände Arbeit ruft. Der Kesselpfeifen lieblich Schallrührt mich an, weckt mir die Sinne,Dass ich dem Rausche nicht entrinne,kündet mir der heiße Schwall. Zucker fein versüßt den Trank.Die Arbeit ruht, es zieh’n die Stunden.Ahnung stille, hab‘ gefundenwas in Vergessenheit versank. Sanft

Ich will so werden wie die Leute | Kaffeegedicht

Ich will so werden wie die Leute,die nachts Bohnenkaffee trinken,und vorm morgigen Geläute,die Welt mit Leben neu beschenken. Wer wachend auch zu später Stund verweilt,des Mattigkeit der schwarze Zauber heilt. Ist die Nacht auch kühl auf Erden,In dem Kessel pfeift es heiß,Fertig soll der Kaffee werden,Von der Stirne rinnt der Schweiß. Der Puls schwillt an,

Der Berliner Weihnachtsmarkt – Gedicht von Gottfried Keller

Welch lustiger Wald um das graue SchloßHat sich zusammengefunden,Ein grünes bewegliches Nadelgehölz,Von keiner Wurzel gebunden! Anstatt der warmen Sonne scheintDas Rauschgold durch die Wipfel;Hier backt man Kuchen, dort brät man Wurst,Das Räuchlein zieht um die Gipfel. Es ist ein fröhliches Leben im Wald,Das Volk erfüllt die Räume;Die nie mit Tränen ein Reis gepflanzt, die fällen

Der schönste Tannenbaum, den ich je gesehn – Gedicht von Gottfried Keller

Der schönste Tannenbaum, den ich je gesehnDas war ein Freiheitsbaum, von sechzig Ellen,Am Schützenfest, im Wipfel Purpurwehn,Aus seinem Stamme flossen klare Wellen. Vier Röhren gossen den lebend’gen QuellIn die granitgehaune runde Schale;Die braunen Schützen drängten sich zur Stell‘Und schwenkten ihre silbernen Pokale. Unübersehbar schwoll die Menschenflut,Von allen Enden schallten Männerchöre;Vom Himmelszelt floß Julisonnenglut,Erglühnd ob meins

Das Schlaraffenland von Hans Sachs

Ein Gegend heißt Schlaraffenland, den faulen Leuten wohlbekannt. Das liegt drei Meilen hinter Weihnachten. Und welche darein will trachten, der muss sich großer Ding vermessen und durch ein Berg mit Hirsbrei essen,