Ich denk an dich. Wie wilder Wein den Baum sprießend umringt, mit breiten Blättern hängen um dich meine Gedanken, daß man kaum den Stamm noch sieht unter dem grünen Drängen.
Du kommst. Und alles klärt sich ohne Wort. Ich sitz in deinem Blick: in Mittagsonne sitzen die Kinder so, und immerfort bricht unerschöpflich unbewußte Wonne
Und wenn ich alles für dich lasse: kannst du alles werden? Hab ich dir verglichen Gespräch und Segen und den heimatlichen für alle gleichen Abendkuß? Umspannst
Geliebter, mein Geliebter, wenn ich denk vor einem Jahr Da saß ich noch wie eh, und deine Fußspur war noch nicht im Schnee, und rings das Schweigen war noch ungelenk,
Wie ich dich liebe? Lass mich zählen wie.Ich liebe dich so tief, so hoch, so weit,als meine Seele blindlings reicht, wenn sieihr Dasein abfühlt und die Ewigkeit. Ich liebe dich bis zu dem stillsten Stand,den jeder Tag erreicht im Lampenscheinoder in Sonne. Frei, im Recht, und reinwie jene, die vom Ruhm sich abgewandt. Mit aller